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Grappa Likör
6-8 Jahre 13-15 Jahre
4 Sterne und besser
extravagant fein & weich fruchtig & intensiv kräftig & komplex kräutrig & herb
Falstaff The Wine Enthusiast Wine & Spirits Magazin
0,5 L 0,7 L 0,35 L 1 L
Nein Ja
Andere Kunststoffkorken Naturkorken unbekannt

Nonino

Geschichte einer Leidenschaft

Bettino und Giannola Nonino aus der Gegend von Udine in Italien ist es zu verdanken, dass heute ein edler Grappa ein italienisches Essen beendet. Und zwar überall in der Welt. In fünf handwerklich betriebenen Destillerien – jedes Mitglied der Familie besitzt eine eigene – wird heute rund um die Uhr gebrannt. Das Etikett der Grappas ziert seit fast fünfzig Jahren die bis auf den einzelnen Liter genaue Angabe der Entstehung. Familie Nonino hat unter anderem den Grappa aus nur einer Traube erfunden und gegen alle Widerstände etabliert: Der „Invecchiata“, der im vom Zoll versiegelten Holzfass gereifte Grappa, ist heute das Maß aller Dinge unter den italienischen Spirituosen.

Nonino

Qualität, Innovation, Professionalität und Begeisterung

Es ist schön, wenn man auf 120 Jahre Geschichte zurückblickenkann und tatsächlich nur knapp 44 ist. Das Unternehmen Nonino aus Percoto beiUdine ist so eine Persönlichkeit, die gekonnt Tradition mit Innovationkombiniert, mit der Begeisterung und dem Mut, sich gegen alle Schwierigkeitenzu behaupten. Grappa destilliert die Familie schon seit 1897. Aber es dauertebis 1973, bis ein Ururenkel des Gründers, Bettino Nonino und seine Frau dieIdee hatten, welche die Geschicke der Familie entscheidend beeinflussen sollteund gleichzeitig eine Revolution im Spirituosenbereich auslöste. Bis dahin warder Grappa ein Getränk der Landleute, ein Schluck Wärme im kalten Winter. EinGetränk, das Soldaten vor dem Kampf ausgeschenkt wurde, klassischer Weisehergestellt aus den Überresten der Weinproduktion, den ausgepressten Trauben. Hierbeiwar es den Weinbauern herzlich egal, welche Trauben sie im Kessel hatten.„Unser Grappa damals war nicht schlecht“, sagt die Chefin Giannola Nonino heute,„aber es war halt nur irgendein Grappa.“

 

Giannola und Bettino hatten zehn Jahre herumexperimentiert,bevor sie 1973 einen Grappa brannten, der nur aus einer einzigen Traube gemachtwar: Monovitigno Nonino Picolit. Schon der erste Schluck veränderte die Welt. Jetztwar klar, dass die Traube den Grappa macht. Aus dem Trester des einfachenBauern war über Nacht eine Edelspirituose geworden. Inzwischen werden die vonDesignern gestalteten Flakons mit dem edlen Branntwein aus Friaul zuHöchstpreisen verkauft und versteigert. Ein edler Grappa gehört in jede Bar undGrappa aus nur einer Traube wird auch von anderen Herstellern angeboten. Aberdennoch kommt „der“ italienische Grappa heute aus Friaul. Denn hier hat sichauch in den letzten vierzig Jahren kaum was verändert. Das Brennen ist immernoch Handarbeit. Und an der Bedeutung der Traube für die Familie Nonino hat sichnichts geändert, auch wenn inzwischen Obstbrände und Liköre mit im Programmsind. 

Die Nonino-Methode

Die italienische Ausgabe von Wikipedia bezeichnet den erstenGrappa der Familie Nonino als die kopernikanische Wende im Spirituosenbereich –nicht ohne Grund. Die beiden setzen nicht nur auf handwerkliche Perfektion,sondern vor allem auf die Traube. Ihren ersten Grappa „Monovitigno“ branntensie aus Picolit, einer autochthonen Traube aus ihrer unmittelbaren Umgebung,dem Friaul. Auch in der Folge setzten sich die beiden für die ursprünglichenTrauben der Region ein, gegen die Monokulturen von französischen Trauben. Undgegen die Behörden, die den Anbau von Reben wie Ribolla Gialla, Schioppettino,Tazzelenghe und Pignolo erst verbieten lassen wollten. Schon 1984 erfolgt dienächste Innovation aus dem Hause Nonino: Zum ersten Mal destillierten sie ganzeTrauben und nannten den Grappa ÙE, nach dem friulischen Wort für Traube.

 

Der Aufstieg der Noninos zu Italiens bekanntestemGrappahersteller ist der handwerklichen Perfektion des Brennmeisters BettinoNonino geschuldet. Und der Technik, die er mit Giannola entwickelt hat. DerTrester wird unmittelbar nach der Pressung zur Brennerei transportiert, damitsich keine Stoffe bilden, die dem Grappa anschließend wieder umständlich entzogenwerden müssen. Unmittelbar danach beginnt die Destillation in einer derBrennereien. Die diskontinuierliche Destillation in Kupferkesseln erlaubt dietägliche Destillation von 1.200 Zentnern Trester – und zwar rund um die Uhr.Auch wenn der Patriarch Bettino Nonino immer noch der oberste Brennmeister desFamilienunternehmens ist, ist das Unternehmen ganz in der Hand seiner resolutenFrau und ihrer gemeinsamen drei Töchter Elisabetta, Christina und Antonella. Allefünf Familienmitglieder besitzen je eine Brennerei. In Sachen Erfindungsgeist tretendie Töchter dabei ganz in die Fußstapfen ihrer Eltern. Sie waren es, die nebenGrappa und Obstbränden ein Destillat aus Honig entwickelten und auf den Marktbrachten. 

Wie Grappa hergestellt wird

Was die Rohstoffe, die Fermentierung, Destillation undReifung der Grappas angeht, macht man bei den Noninos – und inzwischen auch inanderen Brennereien Italiens – keine Kompromisse mehr. Die Wahl und Qualität derTrauben ist hierbei genauso entscheidend wie die Schnelligkeit, mit welcher derTrester nach der Pressung zur Brennerei kommt. Gerade die Länge und Temperaturder Fermentierung entscheidet über die Frische, die ein guter Grappa nebenseiner Schärfe besitzt. Der Transport in licht- und luftdichtenVakuum-Behältern, wie dies von den Noninos praktiziert wird, verhindert dabeidas Entstehen des hochtoxischen Ethylcarbamat. 37,5 % Alkohol muss ein Grappamindestens haben. Und dabei möglichst keinen Methylalkohol. Denn dieser mussdem Destillat anschließend in einem aufwendigen Verfahren entzogen werden. Um dasfür einen Grappa nötige Fingerspitzengefühl zu entwickeln, braucht einBrennmeister viele Jahre Erfahrung.

 

Das Brennen selbst erfolgt bei der Familie Nonino inKupferkesseln, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Das diskontinuierlicheBrennverfahren garantiert dabei, dass der Vor- und Nachlauf des Destillats imVorhinein abgeschieden wird. Dies ist für die Reinheit des Grappasausschlaggebend. Die Kunst des Brennmeisters liegt neben dem Timing vor allem inder Wahl der richtigen Temperatur. Nur wenn die Destillation besonders langsamvonstattengeht, bleiben die organoleptischen Eigenschaften der Traube auch nachder Destillation erhalten.

 

Nach dem Brennen erfolgt eine halbjährige Ruhezeit inStahltanks, bevor er abgefüllt wird. Besonders gute Jahrgänge reifen unterstrenger Kontrolle der Zollbehörden anschließend noch in Holzfässern ausKirsche, Eiche oder anderen Hölzern. Dies gibt dem Grappa Zeit, seine eigenenAromen auszubauen und je nach dem Holz, das hier verwendet wird, seine dunklenFarbtöne zu entwickeln. Denn im Gegensatz zu Edelstahltanks ist Holz porös. Dasminimale Eindringen von Sauerstoff hat entscheidenden Einfluss bei derEntwicklung des Aromas, zumal die Familie Nonino ihrem Grappa bis zu 22 JahreZeit lässt, um zu einem perfekten Digestif zu reifen.

Monovitigno Nonino

Die Familie Nonino hat zehn Jahre mit verschiedenen Traubenexperimentiert, bevor sie schließlich auf die Idee kamen, ihren Grappa nur auseiner Traube herzustellen. Der erste Schritt dahin war der „Acquavite Optima“, der1967 aus der getrennten Destillation von Weintrestern gewonnen wurde. Seitdemvermerken sie auf dem Etikett die Angabe des Jahres, die Produktionsmenge, dieZahl der Liter und die Nummer der Flasche, womit sie ihrem Produkt gleichsameinen Personalausweis ausstellen. 1973 gingen sie noch einen Schritt weiter undentschieden sich für den Trester aus nur einer Traube. Gerade Gionnola Noninoist es zu verdanken, dass sie damit die autochthonen Trauben der Region wiePicolit quasi vorm Aussterben retteten. Gionnola Nonino war der festenÜberzeugung, dass diese alten Traubensorten das Terroir des Friaul am bestenrepräsentierten. Und nicht etwa Trauben wie Sauvignon blanc, auf die damalsinsbesondere die Landwirtschaftsbehörden in Rom und Udine setzten.

 

Der Monovitigno Nonino Picolit wurde schnell ein Erfolg.Gionnala Nonino suchte alle renommierten Restaurants und Hotels der weiterenUmgebung persönlich auf und präsentierte ihnen ihren Grappa. Heute ist er einKlassiker unter den Grappas. Kritiker wie F. Paul Pacult vom „Spirit Journal“loben die Perfektion seines verführerisch nuancierten Bouquets bis hin zumspannungsgeladenen Geschmack als ein „Elixier absoluter Größe“. 

Nonino Vielfalt

Zwischen 1967 und 2000 bauten die Noninos die Palette ihrerProdukte Stück für Stück aus. Nach dem Monovitigno folgte 1984 die Linie ÙE©,die Grappa aus ganzen, frisch geernteten Trauben bezeichnet. 2000 stellten dieTöchter der Familie den Gioiello vor, ein Destillat aus verschiedenenHonigsorten der Region. Die Produktreihe der Noninos wird daneben noch durchLiköre und Amaros und Obstbrände, den sie hier Frut nennen, ergänzt. Sowohl siewie auch die Kräuterbrände und der Gioiello fangen dabei die typischen Aromendes Friaul ein, einer Region, die schon in der Antike wegen ihrer Weine undverschiedenen Obstsorten legendär war.

 

Das Herz schlägt aber nach wie vor in der Produktion vonGrappas, oder Grappe, wie der Plural auf Italienisch richtig heißt. IhreVerkostungen lesen sich wie die Notizen eines Wein-Sommeliers: der ÙE ausCabernet Franc Cru zeichnet sich durch einen typischen grasigen, leichtaromatischen Geschmack nach schwarzen und grünem Pfeffer aus. Für den ÙEMoscato Cru fuhren die Noninos bis ins Lagreinertal in Tirol, um einen frischen,blumigen Grappa zu destillieren, der nach den Blättern der Mairose duftet. DerKlassiker Monovitigno Picolit dagegen wird als rein und kristallin beschrieben,er erinnert in der Nase an Bienenwaben, Akazienblüten, Quitten, Feigen. DieGeschmacksfülle scheint mit der zunehmenden Farbe der Grappas aus der Lagerungim Fass zu wachsen. Der Vendemmia Riserva, eine Cuvée aus verschiedenen, separatdestillierten Trestern hat 18 Monate im Fass hinter sich. Er beeindruckt miteiner Farbe, die an Bernstein mit goldfarbenen Lichtreflexen erinnert, einemDuft nach Vanille und Gebäck und einem samtigen, anhaltenden Geschmack. Der 22Jahre alte Grappa Riserva hingegen entwickelt am Gaumen einen Geschmack nach Aprikoseund Trockenfrüchten, Gewürzen und Pfeffer sowie eine feine, natürlicheRauchnote.

Noninos Errungenschaften

 

Der besondere Verdienst der Familie Nonino liegt vor allem in ihrem Engagement für die Vielfalt des italienischen Weinbaus. 1975 etablierten sie den Preis „Risit d’Aur“, die Goldene Traube, für den Erhalt ursprünglicher Trauben und die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Weinbau. Die Verantwortlichen des norditalienischen Weinbaus liefen erst Sturm gegen diese Initiative. Giannola Nonino konnte sie jedoch auf ihre Seite ziehen, indem sie alle Gegner ihrer Initiative in die Jury dieses Preises einlud. Mit Erfolg: Schon bald setzten immer mehr Winzer auf Trauben wie Ribolla Gialla, Schioppettino, Tazzelenghe und Pignolo.

 

Der Einsatz für den Wein reichte den Noninos nicht. Sie begannen, auch die Kultur zu fördern. Seit 1983 verwandelt sich Percoto alljährlich in ein kleines Cannes: Größen aus den Bereichen Film, Literatur, Wissenschaft und Musik wie Jorge Amado, Claude-Levi Strauss und Siegfrid Lenz werden Jahr für Jahr für ihre Verdienste ausgezeichnet. Dass die Noninos dabei ein gutes Händchen beweisen, zeigt allein die lange Liste späterer Nobelpreisträger wie V.S. Naipaul. Mit der Förderung von Projekten wie dem „Coro de Manos Blancos“, dem Chor der weißen Hände, machen sie aber deutlich, dass sie nicht nur auf Prestige und Glamour setzen, sondern auch gezielt benachteiligte Jugendliche unterstützen.

 

Im gleichen Maß, wie die Noninos an Größen aus Wissenschaft und Kultur Preise vergeben, sammeln sie Auszeichnungen für Ihre Verdienste. Inzwischen gibt es wahrscheinlich keine internationale Auszeichnung, die Giannola und Bettino Nonino nicht gewonnen hätten, eine Ehrendoktorwürde für Giannola Nonino eingeschlossen. 1982 gewannen sie den Oskar des Weines, 2003 den italienischen Leonardo Preis und 2012 wurde der Grappa der Noninos in die Hall of Fame des „Spirit Journal“ aufgenommen. Ihrem Engagement für den Wein bleiben sie treu. Der „Risit d’Aur“ besteht bis heute und mit ihm ein nachhaltiger Impuls für die Weintradition Norditaliens.

 

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