Südwestfrankreich
Vielseitige Weinbauregion Südfrankreich
In Sud-Ouest sind die Sommer in der Regel trocken und warm, im Winter flutet hingegen feuchte Luft das Land. Die mineralreichen Böden begünstigen und prägen zugleich den Weinbau. Der französische Südwesten lässt sich in vier große Zonen einteilen: Pyrenäen-Vorgebirge, Ausläufer der Pyrenäen, Mittlere Garonne und Bergeracois.
In diesen liegen einige bekannte Regionen:
In der Cascogne wird beispielsweise Armagnac hergestellt. Auf diese berühmte Spirituose spezialisieren sich über 120 Weingüter. Die Anbaugebiete sind in drei Zonen – Haut-Armagnac, Armagnac-Ténarèze und Bas-Armagnac – unterteilt, die jeweils unterschiedliche Spielarten des Weinbrands hervorbringen.
In Bergerac liegen die Rebflächen an den Ufern der Dordogne, hier gedeihen auf rund 12.000 Hektar Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Sémillon und Muskateller. Die Region ist die natürliche Fortführung der Region Bordeaux, auch klimatisch ist es hier ähnlich.
Cahors ist das berühmte Rotweingebiet am Fluss Lot, das heute über 4.000 Hektar umfasst. Angebaut wird überwiegend die Rebsorte Malbec, die auch den Hauptbestandteil der typischen Cahors-Weine bildet.
Die Jurançon AOC fasst eine Fläche von rund 1.000 Hektar und gehört zu den weltweit ältesten Weinbaugebieten. Hier werden vorwiegend regionale Rebsorten wie Camaralet de Lasseube, Gros Manseng oder Courbu angebaut. Bekannt ist diese Appellation durch qualitativ hochwertige Weißweine, die trocken oder süß ausgebaut werden.
Die Weine von Saussignac wurden bereits von dem Dichter Rabelais besungen. Als eine eigenständige Appellation gilt Saussignac erst seit 1982. Hier werden überwiegend weiße Rebsorten, darunter der Klassiker Sémillon angebaut. Die fruchtbetonten Weine sind international gefragt.
Die Weinbauregion Südwestfrankreich ist eine Empfehlung für alle, die französische Weinkultur in alle ihren Facetten erleben möchten. Es gibt viel zu Entdecken!