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Weinbewertung

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Weinbewertung
Zur Beurteilung von Wein kursieren in der Fachwelt zahlreiche Systeme. Einige von ihnen stellen Qualitätsunterschiede mehr oder weniger ausdifferenziert dar, andere unterteilen lediglich in "inakzeptabel", "annehmbar" und "sehr gut". Es folgt eine Übersicht bekannter Weinbewertungsskalen.  

Bewertungssysteme für Wein  

1) 100-Punkte Systeme Die wohl meistzitierte Skala für Weinbewertung ist "The Wine Advocate Rating System". Die Parker-Punkte (PP) genannte 100-Punkte-Skala des US-amerikanischen Weinkritikers und -journalisten Robert M. Parker gilt seit den 1980er Jahren als Standard der Weinbeurteilung.  

Zu den Kriterien gehören 
- Aussehen (bis 5 Punkte), 
- Geruch (bis 15 Punkte), 
- Geschmack (bis 20 Punkte), 
- Harmonie/Gesamteindruck (bis 10 Punkte).  

Aus der Summe aller Punkte plus 50 ergibt sich die Einstufung des Weins, wobei weniger 74 PP als "schwach" bedeuten und "gut" mindestens 80 PP erfordert (die 50 zusätzlichen Punkte verdanken sich wohl dem Umstand, dass die Schulnoten in den USA auf diesem Prinzip basieren).  

Bis zu 100 Punkte vergeben auch andere renommierte Weinkritiker und -institutionen, darunter Decanter, Falstaff, Gault Millau, James Halliday, Luca Maron Wine Enthusiast und Wine Spectator. Diese Skalen differieren in kleinen Details, legen aber vergleichbare Maßstäbe an.  

2) 20-Punkte-Skalen 
Das in Europa häufig genutzte 20-Punkte-Schema stellt folgende Kriterien in Rechnung: 
- Farbe (0 bis 2 Punkte), 
- Klarheit und Reinheit (0 bis 2 Punkte), 
- Geruch (0 bis 4 Punkte), 
- Geschmack (0 bis 7 Punkte), 
- Gesamteindruck (0 bis 5 Punkte). 

Die Gesamtnote ergibt sich aus der Summe der Einzelnoten. Um "gut" dazustehen, muss es ein Wein auf mindestens 10 Punkte bringen.  

Maximal 20 Punkte sind auch auf COS-Skala (von Color, Odor, Sapor, den lateinischen Begriffen für Farbe, Geruch und Geschmack) möglich. COS räumt dem Geruch und dem Geschmack eines Weines mehr Aussagekraft ein. Als kaum trinkbar gelten hier Weinkreationen mit weniger als 12 Punkten.  

3) Nationale Bewertungsskalen 
- Weine aus Deutschland stehen bei den Bundeswein-Prämierungen für Wein und Sekt der Qualitätsstufe QbA und bei der der Raritäten-Trophy der Deutschen-Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) im Mittelpunkt. Um mit bis zu fünf DLG-Punkten zu glänzen, müssen sich die eingereichten Weine dem Bewertungssystem stellen, das auch der Vergabe der amtlichen Prüfnummer zugrunde liegt (siehe auch unter AP = amtliche Prüfnummer). 
- Als Standardwerk für italienischen Wein gilt "Vini d'Italia" aus dem Verlag Gambero Rosso. Der jährlich aktualisierte Weinführer vergibt Weingläser - eins an "gute", zwei an "sehr gute" und drei an "außergewöhnliche" Weine. 
- Der ausschließlich in französischer Sprache erhältliche Guide Hachette bewertet AOC-Weine aus Frankreich, der Schweiz und Luxemburg mit bis zu maximal drei Sternen.  

4) Weinevents  
Zahlreiche regionale, nationale und internationale Wettbewerbe und Messen bieten Herstellern und Händlern Gelegenheiten, ihre Weine von einem internationalen (Fach-)Publikum verkosten, vergleichen und bewerten zu lassen.