Die rote Rebsorte Chambourcin entstand um die Mitte des 20. Jahrhunderts. Entwickelt wurde sie von dem französischen Biochemiker Joannes Seyve (1900-1966) als Kreuzung aus der amerikanischen Chancellor mit Seyve Villard 12-417.
Die Rebsorte reift spät, besitzt eine gute Resistenz gegen Falschen Mehltau und gedeiht in feuchtwarmer Umgebung sehr ertragreich. Sie ergibt tiefrote, aromatische Rotweine, die ohne den häufig bei Amerikaner-Reben vorkommenden muffigen Foxton daherkommen.
Chambourcin wird heute hauptsächlich im Rhônetal sowie in Kanada und in den USA angebaut.