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trocken

Sachsen

Weinbau im Osten Deutschlands

Deutschlands zweitkleinstes Anbaugebiet liegt im gleichnamigen Bundesland Sachsen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen und einer Größe von weniger als 500 Hektar Rebfläche sind die sächsischen Weine nicht immer preisgünstig. Dafür kultivieren die Weinbauern die hauptsächlich weißen Rebsorten mit großer Sorgfalt. Zwei Spezialitäten aus Sachsen sind der Goldriesling und der Traminer. Dem bundesweiten Trend folgend haben in den letzten Jahren die roten Sorten wie der Spätburgunder ihren Anteil auf 19 Prozent steigern können. Die leichten, sächsischen Weine bestechen meist durch ihre duftige Note. Sie werden größtenteils jung getrunken und trocken ausgebaut.

Sachsen

Sachsen – nordöstlichstes Weinbaugebiet Europas

Sachsen ist das nordöstlichste Weinbaugebiet Europas und erstreckt sich entlang der Elbe von Dresden, über Radebeul und Meißen bis hinauf ins Elbweindorf Diesbar-Seußlitz. Alle Anbauflächen liegen nördlich des 51. Breitengrads, viele davon an Hang- und Steillagen. Die Terrassen, die für den Wein angelegt wurden, zählen heute zur charakteristischen Kulturlandschaft Sachsens. Neben dem bereichsfreien Görlitz zählen noch folgende zwei große Bereiche zum sächsischen Anbaugebiet:
Meißen: rund um die gleichnamige Stadt gelegen sowie um Freital, Radebeul und Dresden
Elstertal: im Flusstal der „Schwarzen Elster“ gelegen sowie in Brandenburg und Sachsen-Anhalt
Die sächsische Weinstraße verbindet dabei das nördliche Seußlitz entlang der Elbe mit dem östlichen Pirna. Die Weinberge des gesamten Anbaugebiets nehmen zusammen nur eine Länge von circa 50 Kilometern an den Hängen der Elbe und deren Nebenflüssen ein.

Klima und Böden zwischen Dresden und Diesbar-Seußlitz

In Sachsen sind die Sommer trocken und warm, die Winter aber streng und frostig. Da sie manchmal bis in den Mai hinein dauern können, besteht eine ständige Frostgefahr für die Reben der Region. Hinzu kommt, dass die Winzer bereits im September wieder mit Frühfrost rechnen müssen. Dieses spezielle kontinentale Klima hat in der Vergangenheit schon häufiger ganze Ernten vernichtet und trägt dazu bei, dass der Wein aus Sachsen besonders wertvoll ist.
Die Böden entlang der Elbe bestehen aus Schiefer mit Sandsteinablagerungen, Ton, Löss und Lehm. Sie sind also gute Feuchtigkeitsspender für die warmen Sommertage und ihre Fruchtbarkeit ermöglicht erst den sächsischen Weinbau.

Weißweinland Sachsen

Sachsen blickt auf eine 850-jährige Geschichte des Weinanbaus zurück. In den 1990er Jahren haben sich einige Weingüter neu gegründet, die alteingesessenen Produzenten zählen aber immer noch zu den bekanntesten, darunter zum Beispiel Schloss Proschwitz, Hoflößnitz, Schloss Wackerbarth, Schuh Walter, Richter Vincenz und Zimmerling. 

Die klimatischen Bedingungen geben vor, welche Rebsorten in Sachsen hauptsächlich kultiviert werden. Folgende weiße Trauben werden am häufigsten angebaut:

  • Müller-Thurgau

  • Riesling

  • Weißer Burgunder

  • Ruländer/ Pinot Gris

  • Kerner 

Und die roten Rebsorten der Region sind:

  • Spätburgunder

  • Roter Traminer

  • Dornfelder

Insgesamt lässt sich aber nicht nur eine Trendwende hin zu mehr Rotweinen erkennen, sondern auch der grundsätzliche Experimentierwille der sächsischen Winzer, die immer wieder neue Züchtungen herausbringen.

Kultur pur in Sachsen

Neben der wunderschönen Elb-Landschaft sind es besonders die drei großen sächsischen Städte, die Touristen in den östlichen Teil Deutschlands locken. Allen voran das „Elbflorenz“:

Dresden

Dank seiner historischen Altstadt ist Dresden eine wahre Hochburg des Fremdenverkehrs. Folgende historische Bauwerke sind bei einem Besuch der sächsischen Weinstadt ein Muss:

  • Semperoper

  • Frauenkirche

  • Fürstenzug hinter dem Residenzschloss

  • Kathedrale

  • Zwinger

  • Goldene Reiter

  • Brühlsche Terrasse

  • Blaue Wunder

  • Dresdner Neustadt mit ihrem Nachtleben

Leipzig

Leipzig gilt schon lange als das „neue Berlin“. Dementsprechend ist diese sächsische Stadt heute besonders jung und weltoffen. Sehenswürdigkeiten, die Reisende bei einem Besuch nicht missen sollten, sind:

  • Drallewatsch – Leipzigs Kneipenviertel

  • Leipziger Altstadt mit dem deutschen Buch- und Schriftmuseum, dem Ägyptischen Museum, dem alten Rathaus und dem Panometer

  • Leipziger Neuseenland

  • Kanalfahrt durch die Stadt

  • Leipziger Zoo

Chemnitz

Obwohl Chemnitz zu DDR-Zeiten als „Stadt der Moderne“ galt, ist die sächsische Metropole keineswegs so grau wie der Name vermuten lässt. Vielmehr besticht sie heute durch zahlreiche Grünflächen. Touristen können außerdem folgende Sehenswürdigkeiten entdecken:

  • Schlosspark mit Kunstsammlungen und Teichanlage

  • Burg Rabenstein, Sachsens kleinste Burg

  • die Innenstadt mit der Stadthalle, dem Roten Turm, der Straße der Nationen, dem Theaterplatz und dem Karl-Marx-Monument

  • Industriemuseum

  • das Kulturkaufhaus DAStietz mit Naturkundemuseum und steinernem Wald

Aktivitäten rund um den sächsischen Wein

Das Weinland Sachsen bietet unzählige Ausflugsziele für Genießer, welche Kultur und Geschichte des Anbaugebiets näher kennenlernen wollen:

  • Weinwander-Wochenende: Jährlich im April organisiert das Deutsche Weininstitut geführte Wanderungen zwischen Pillnitz und Diesbar-Seußlitz. Häufig handelt es sich um Rundtouren, auf denen interessierte Weinfreunde alles zu den Sehenswürdigkeiten der Gegend erfahren können.

  • Führungen und Verkostungen auf Schloss Wackerbarth: Eines der traditionsreichsten sächsischen Weingüter bezeichnet sich heute selbst als „Erlebnisweingut“. Es finden Führungen statt, auf denen Besuchern die Geschichte des Rebenanbaus näher gebracht und die spezielle Sektzubereitung erklärt wird.

  • Radwandern auf der Sächsischen Weinstraße: Seit der Einweihung 1992 ist die Sächsische Weinstraße ein Touristenmagnet. Auf dem internationalen Elbradweg, der von Prag nach Hamburg führt, begleiten Radfahrer über 55 Kilometer lang die Weinstraße. Zeit für einen Zwischenstopp und den Genuss eines edlen Tropfens.

  • Der sächsische Weinwanderweg: Er ist nur einer unter zahlreichen Weinlehrpfaden und verbindet die schönsten Weinberge der Region mit Aussichtpunkten und Weinkellern. Die Route bietet Wanderern die Chance, über 90 Kilometer lang das Anbaugebiet aus allen Blick- und Genusswinkeln kennen zu lernen.

  • Weinfeste in Sachsen: Über das ganze Jahr verteilt finden zahlreiche Weinfeste in der Region statt. Zu den bekanntesten zählen: Kulinaria & Vinum im März in Dresden, das Leipziger Weinfest Ende Juni / Anfang Juli, das Radebeuler Federweißerfest auf Schloss Wackerbarth im September und das Meißner Weinfest im September.

Die Geschichte des sächsischen Weinbaus

Die Geschichte des sächsischen Weinanbaus geht Erzählungen zufolge bereits auf Benno von Meißen (1010 bis 1106) zurück. Obwohl es für diese mittelalterliche Kultivierung keine Belege gibt, gehen Historiker davon aus, dass der Weinanbau in Sachsen in dieser Zeit begann.
Mit dem Meißner Zisterzienserkloster taucht im Jahre 1161 erstmals ein urkundlich bescheinigter Weinberg in Sachsen auf. Seit dem 17. Jahrhundert werden die speziellen Anbaumethoden der Terrassierung betrieben. Diese schützten die Rebflächen davor, im Jahre 1684 gänzlich dem Erlass des Kurfürsten Johann Georg III. zum Opfer zu fallen, der auf die Nahrungsmittelknappheit mit einem Verbot des Weinanbaus reagierte. Denn „wo der Pflug kann gehen“, durfte ab diesem Zeitpunkt kein Weinstock mehr angepflanzt werden – die Terrassen waren aber häufig für normale Bewirtschaftung unzugänglich. In den kommenden Jahrhunderten wurden besonders in Wachwitz und Pillnitz, wo das sächsische Königshaus Weinberge besaß, weiter Reben kultiviert. 
Doch Reblaus und Mehltau vernichteten bis ins 19. Jahrhundert einen Großteil der Flächen. Nach der Wende erlebte der sächsische Weinanbau jedoch einen erneuten Aufschwung. Heute mischen sich die Jahrhunderte alten Betriebe wie das Staatsweingut Schloss Wackerbarth oder die Winzergenossenschaft in Meißen mit neuen, jungen Winzern, die modern und hochwertig produzieren.