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Weinlexikon

Friaul-Julisch-Venetien

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Friaul-Julisch-Venetien

Die im Nordosten Italiens liegende Region beruft sich historisch auf Julius Cäsar, welcher nach langen Kämpfen mit seinen Legionen dieses Gebiet eroberte, in Friaul ist auch sein Name enthalten (lateinisch Forum Julii). Auf rund 21.000 ha Rebfläche gibt es knapp 60 DOC-Zonen (aber noch keinen DOCG-Wein). Als beste Zonen gelten Colli Orientali del Friuli in der Ebene um Udine (mit 20 DOC-Weinen, darunter der Dessert-Weißwein Picolit und der Rotwein Refosco dal Peduncolo Rosso) und Collo Goriziano an der Grenze zu Jugoslawien (mit 11 DOC-Weinen). Die weiteren sind Aquileia, Carso, Grave (zwei Drittel der Produktion, über 30 DOC-Weine), Isonzo und Latisana. Sie tragen im Namen zumeist den Zusatz “del Friuli”. In 5 davon wird die friaulische Spezialität Refosco dal Peduncolo Rosso produziert. Eine originelle Kreation ist der aus 400 Rebsorten gekelterte Vino della Pace. In der Rebenzüchtung liegt die Region an der Spitze, über die Hälfte der in Italien gepflanzten Jungreben stammen von hier. In den letzten Jahrzehnten hat sich durch Einführung modernster Vinifikations-Methoden die Region zum italienischen Weißwein-Zentrum entwickelt und die Weißweine gelten aufgrund ihres Körperreichtums als die besten Italiens. Sie sollten aber spätestens nach zwei Jahren getrunken werden, da sie nicht sehr lagerfähig sind. Trotzdem herrschen mit rund 60% die roten Rebsorten vor, das ist vor allem Merlot, gefolgt von Cabernet Sauvignon, Pinot Nero, Ribolla Nera (Schioppettino) und Refosco. Die mit Abstand meistangebaute weiße ist die Tocai Friulani, gefolgt von Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Bianco, Riesling, Traminer, Müller-Thurgau, Verduzzo, Ribolla und Malvasia. Viele der Weine sind reinsortig (90%) und tragen den Namen der Rebsorte auf dem Etikett.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/