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Weinlexikon
Bergerac

Der französische (Weinbau-)bereich grenzt an das östliche Bordeaux und zählt zur großen Region Südwest-Frankreich. Über Jahrhunderte stand es zum großen Bruder in Konkurrenz und wurde von diesem bekämpft. Die Bergerac-Weine mußten über den Hafen Bordeaux verschifft werden und dem kleinen Nachbarn wurden kleine Fässer vorgeschrieben. Da der Zoll nicht nach dem Volumen, sondern nach Fass-Anzahl berechnet wurde, wurde damit der Export erschwert, aber trotzdem erlangte damals der Wein aus Bergerac Weltruhm. Zu dieser Zeit wurde überwiegend süßer Weißwein produziert. Zu Bergerac zählen die Appellationen Bergerac, Côtes de Bergerac, Côtes de Montravel, Haut-Montravel, Monbazillac, Pécharmant und Saussignac. Heute werden je zur Hälfte Weiß- und Rotweine aus denselben Rebsorten wie in Bordeaux gekeltert. Als bester Weißwein gilt der süße Monbazillac (Feuerberg oder Goldberg), der schon im 11. Jahrhundert erzeugt wurde und den der berühmte französische Staatsmann Charles-Maurice Talleyrand beim Wiener Kongreß (1813 - 1814) seinen Gästen kredenzen ließ. Er wird so wie die Sauternes-Weine aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle gekeltert. Die besten Rotweine kommen aus Pécharmant.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/