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Unsere französischen Nachbarn feiern Ostern gar nicht so viel anders als wir. Natürlich ist das Fest auch hier durch die Religion geprägt. Bemerkenswert ist dabei die Rolle der Kirchenglocken: Der Glaube besagt, dass am Karfreitag alle Glocken aller Kirchen nach Rom in den Vatikan fliegen, um die Trauer über den Tod Christi mit dorthin zu nehmen. Vom Papst gesegnet kehren sie am Ostersonntag zurück, um dann laut und fröhlich zu läuten. Das Wichtigste aber: Auf ihrem Rückweg bringen sie Eier und Süßigkeiten mit, die sie unterwegs fallen lassen. Am Ostermontag werden diese Eier dann von den Kindern gesucht.

Platz nehmen, Maman hat gekocht!

Wenn die Familie zusammenkommt, steht auch in Frankreich zu Ostern meist ein Lammgericht auf dem Tisch. Traditionell ist das ein Gigot d’agneau – eine Lammkeule. Je nach Region ist sie einfach nur mit Knoblauch und Zwiebeln oder auch raffinierter mit Kräuterkruste und vielen Beilagen zubereitet. Unser Rezept stammt aus der Provence, so wie die Kräuter, mit denen die Keule zubereitet wird.

Gigot d’agneau aux herbes de provenceh

Man braucht: 1 Lammkeule, je 1 Karotte, Lauchstange, Zwiebel, 1 Viertel Sellerieknolle, 2 Knoblauchknollen, 1 Bund Rosmarin/Thymian, 1 Glas Cognac, Olivenöl, Kalbsfond, Kräuter der Provence, Salz und Pfeffer und ein Schuss Rotwein.

Die Keule wird mit den kleingehackten Kräutern und Knoblauch, Öl und Cognac mariniert. Ca. 4 Stunden wirken lassen.

Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen und bei 160 Grad in den Ofen schieben.

Nach 1 1/2 Stunde die kleingeschnittene Karotten, Lauch, Sellerie (2cm auf 2cm) dazugeben und einen Schuss Rotwein in den Bräter geben. Den Fond mit einem großen Löffel auf das Fleisch geben und jetzt bei Oberhitze weiterschmoren lassen. So bekommt die Gigot eine schöne Kruse und wird im innen sehr zart. Nach ungefähr 2 Stunden aus die Ofen nehmen und in Scheiben schneiden. Der ” jus de cuisson” der sich auf die Grund des Bräters gebildet hat wird durch ein Sieb passiert und zu dem Fleisch gegeben.

Zum Lamm darf es kräftiger Roter sein

Das Lamm hat einen intensiven Geschmack. Dazu sollte es einen Wein geben, der ebenfalls Charakter beweist und nicht neben dem Essen verblasst. Ein echter Klassiker zum Lamm sind Weine von der Rhône. Eine Empfehlung ist die Cuvée Pierre Perrin, die beeindruckende Konzentration mit packenden Aromen verbindet.

Ebenfalls ganz typisch ist die Wahl eines Cabernet Sauvignon. Für uns darf dieser gern aus Übersee kommen, wie z.B. die Cuvée Especial vom chilenischen Weingut der Barons de Rothschild (Lafite), Los Vascos. Dieser Cabernet Sauvignon ist nach dem Vorbild der großen Bordelaiser Weine der Familie gekeltert und gilt als Messlatte für die modernen chilenischen Weine. Kräftig-fruchtig im Duft und am Gaumen mit harmonischen Tanninen. Lecker!

Dazu passen Ofenkartoffeln und geschmortes Gemüse!

Titelbild:iStockPhoto.com

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