Die Familie Antinori macht seit 20 Generationen Wein. Foto: Antinori.it

Oder: Eine weitere Antinori Erfolgsgeschichte.

Wer kennt sie nicht, die Geschichten rund um das Haus Antinori und den charismatischen Marchese Piero. Was er anfasst wird zu Gold. Seit er die Führung des seit 1385 bestehenden Familienunternehmens übernommen hat, steht der Name Antinori für Innovationen, Qualität und große italienische Weine. Er ist es, der begann autochthone und internationale Reben zusammenzuführen. Und er ist es, der den ersten Super-Tuscan, den Tignanello , auf den Markt brachte und Italien zurück an die Weltspitze des Weinbaus führte.

Kein Wunder also, dass er Zugriff, als 1985 das Weingut Pèppoli zum Verkauf stand. Liegt es doch nur 5 km entfernt von der Tenuta Tignanello im Norden des Chianti Classico. Ein schönes Geschenk, das er sich und der Familie zum 600jährigen Bestehen des Weinunternehmens Antinori machte.

Eine wechselvolle Historie

Die Weinberge Pèppolis wurden bereits im Mittelalter von Mönchen des Vallombrosaner-Ordens bewirtschaftet. Das Gut selber entstand im 14. Jahrhundert und hat im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer gewechselt. Diverse der Florentiner Adelsfamilien haben hier ihre Spuren hinterlassen. Der Wein des Gutes hatte in den letzten Jahrzehnten, bevor Antinori es erwarb, keine nennenswerte Bedeutung – obwohl die Lage eigentlich ein ideales Mikroklima bietet.

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Chinati Classico Foto: Francesco Sgroi

Die Wiederentdeckung eine großes Terroirs

Marchese Piero Antinori hat das Potenzial dieses Weinbergs von 50 Hektar Größe erkannt. Er liegt in einem kleinen Tal, das die Wärme gut hält. So bekommen die Trauben trotz der Ost-Nordost-Ausrichtung genug davon ab. Der steinige mineralhaltige Galestro-Boden ist perfekt geeignet für die Erzeugung eines fruchtigen, lebhaften Sangiovese. Deshalb dominiert diese Rebsorte auf Pèppoli, ergänzt durch Merlot, Syrah und eine kleine Menge Malvasia.

25 Jahre Pèppoli

Seinen ersten Pèppoli präsentierte Antinori 1988 mit dem Jahrgang 1985. Seither hat der Wein sich stetig verbessert, denn natürlich haben auch auf Pèppoli die große Erfahrung und das Know How der Antinoris Einzug gehalten.

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Impressionen aus dem Chianti. Foto: CucombreLibre

Jetzt, im 25. Jahr, kommt der Jahrgang 2010 auf den Markt. Wie immer zeichnet er sich durch moderaten Alkohol und frische Fruchtaromen aus. Intensiv ist der ausgeprägte Kirschduft mit feinen Noten von Kaffee und Vanille durch den Ausbau im Holz – 9 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche, zu 10% in Barriques aus amerikanischer Eiche. Am Gaumen entfaltet sich die typische volle Frucht des Sangiovese. Die Tannine des 2010ers sind weich und seidig, er zeigt sich offen und rund.

Glückwunsch an den Marchese zu 25 Jahren Pèppoli – und zu seinem wieder einmal außerordentlich gelungenen Chianti Classico!

Weinempfehlung: Pèppoli Chianti Classico

Titelbild: Die Familie Antinori macht seit 20 Generationen Wein. Foto: Antinori.it

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