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Weinlexikon
Südburgenland

Das österreichische Weinbau-Gebiet ist mit 456 ha Rebfläche das kleinste der Region Burgenland. Es erstreckt sich südlich des Günser Berglandes und liegt an der Grenze zu Ungarn. Die Pinkataler Weinstraße führt von der größten Weinbaugemeinde Rechnitz im Norden entlang der ungarischen Grenze über Eisenberg und Deutsch-Schützen nach Süden. Weitere Weinorte sind Hannersdorf, Harmisch, Heiligendorf, Moschendorf und Strem. Das Weinbau-Gebiet unterscheidet sich durch die klimatischen Verhältnisse von den nördlichen Weinbaugebieten des Burgenlandes, vor allem durch die höheren Niederschlagsmengen. Das milde, pannonische Klima ist von intensiver Sonnenbestrahlung geprägt. Die Wälder begünstigen eine Abkühlung in den Nächten. Die Böden bestehen aus eisenhaltigem, tonigem Lehm.Zu je 50% werden weiße und rote Rebsorten angebaut, von der Wein-Gesamtmenge aber nur 20% in Bouteillen gefüllt. Die vorherrschende Sorte ist der Blaufränkisch (31%), es folgen Riesling (26%), Frühroter Veltliner (11%), Zweigelt (4%), Traminer, Muskat-Ottonel, Blauer Burgunder, St. Laurent, Welschriesling und Weißburgunder. Nach der Reblaus-Katastrophe Mitte des 19. Jahrhunderts schlug im Südburgenland die Geburtstunde der berühmten Weinspezialität Uhudler. Dieser Wein ist eine absolut europäische Kuriosität, denn er wird aus mehreren unveredelten und wurzelechten Amerikaner-Reben (Direkträgern) gekeltert. Es gibt weiße und rote Sorten. In der Gemeinde Heiligenbrunn gibt es eine “Uhudler-Vinothek”, wo man die verschiedenen Sorten verkosten und kaufen kann.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/