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Weinlexikon
Südafrika

Der Gründer der Kap-Kolonie Jan von Riebeeck pflanzte im Jahre 1655 am Fuße des Tafelberges in der Nähe von Kapstadt die ersten Rebstöcke. Der erste nachweisliche Jahrgang war ein 1659er mit 15 l Muskateller-Wein. Ab Ende dieses Jahrhunderts waren es dann französische Hugenotten und vor allem deutsche und holländische Weinbauern, die den südafrikanischen Weinbau weiterentwickelten. Und im 18. und 19. Jahrhundert förderten dann die holländischen Gouverneure erfolgreich den Weinbau. Der ab 1679 berufene zweite Gouverneur Simon Van der Stel gründete die Stadt Stellenbosch und legte den berühmten Weinberg Constantia an, aus welchem damals für die europäischen Herrscherhöfe einer der legendären Süßweine Weine der Welt gleichen Namens erzeugt wurde. Rund 85% der Produktion entfällt auf Weißwein. Die vorherrschende Sorte ist mit 30% der Rebfläche Chenin Blanc, die hier Steen (auf deutsch Stein) heißt. Dann folgen Sauvignon Blanc, Palomino (White French, für Sherry und Portwein), Sémillon (Green Grape), Chardonnay und Muscat d´Alexandrie (Hanepoot). Bei den roten Sorten dominiert Cabernet Sauvignon, gefolgt von Cinsaut (Hermitage), Pinotage, Merlot, Shiraz und Zinfandel. Die Cinsaut wurde im Jahre 1925 mit Pinot Noir gekreuzt und das Ergebnis Pinotage liefert Kap-Spezialitäten mit tiefen, vollmundigen Rotweinen. Die Rebsorten haben spezielle Namen hugenottischen oder burischen Ursprungs. Rund 40% der Trauben werden für Destillation und für Mostkonzentrate verwendet

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/