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Weinlexikon
St. Laurent

Diese rote Rebsorte ist möglicherweise eine Mutation des Pinot Noir (Blauer Burgunder), denn sie besitzt einige Ähnlichkeiten mit diesem. Der Name stammt vom Heiligen Laurentius, an dessem Tag (10. August) sie üblicherweise auszureifen beginnt. Synonyme sind Laurenzitraube, Pinot St. Laurent, Sankt-Lorenz-Traube, Schwarzer (Elsaß), Sentlovrenka (Kroatien) und Vavrinecke (Tschechien). Sie stammt wahrscheinlich aus Frankreich, obwohl sie dort kaum mehr angepflanzt wird. Der Ort namens St. Laurent im Médoc hat aber mit der Rebe nichts zu tun. Die frühreifende Rebe hat saftige Beeren und mittleren Tanningehalt. Der lang lagerfähige Wein hat eine tiefdunkle Farbe mit einem Weichsel-Bouquet und samtigem Geschmack. Sie wird aber auch gern für Verschnitte mit Cabernet Sauvignon, Blauer Burgunder und Blaufränkisch herangezogen. Mit dem Blaufränkisch wurde sie zu der sehr erfolgreichen Neuzüchtung Zweigelt gekreuzt. Am verbreitetsten ist sie in Österreich (Donauland, Kamptal, Neusiedlersee, Thermenregion, Wachau, Weinviertel) und Tschechien, in Deutschland gibt es nur geringe Bestände.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/