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Weinlexikon
Sherry

Den Namen gab diesem berühmten, spanischen Dessertwein die Stadt “Jerez da la Frontera” in der andalusischen Provinz Cádiz, die schon seit dem Mittelalter ein Zentrum der Wein-, Likör- und Weinbrand-Herstellung ist. Das offizielle Gebiet ist das sogenannte Sherry-Dreieck (aus den Städten Jerez de la Frontera, Puerto de Santa Maria und Sanlúcar de Barrameda) und wurde nach den Bodenverhältnissen abgegrenzt. Die besten Lagen verfügen über den typischen, grellweißen Kreideboden Albariza (lat. alba = weiß). Der Sherry ist ein unverwechselbares Ergebnis aus dem Zusammenspiel von Klima, Boden-Beschaffenheit, Rebsorten und der langen Erfahrung der Winzer. Im Jahre 756 geriet Spanien unter arabische Herrschaft, aber trotz ses islamischen Wein-Verbotes wurde der Sherry weiter produziert. Kalif Alhaken II. beschloss 966 die Entwurzelung der Rebstöcke, aber die Einheimischen argumentierten mit Erfolg, dass ein Teil der Trauben auch zu Rosinen verarbeitet wird, von denen sich die Moslems während des Heiligen Krieges ernährten. Nur ein Drittel ihrer Rebstöcke wurden vernichtet. Bereits im 12. Jahrhundert schickten die Winzer ihre Weine nach England und erhielten im Gegenzug englische Wolle. In dieser Zeit erhielt der Wein seinen Namen, abgeleitet vom arabischen Namen der Stadt Sherish. Die Eroberung durch den kastilischen König Alfons X. (1221 – 1284) 1264 brachte Jerez wieder unter christliche Herrschaft. Die Christen gaben vor einer Schlacht sogar ihren Pferden davon zu trinken, um diese aufzuputschen. 1483 erließen die Stadtväter von Jerez die erste gesetzliche Regelung für die Herstellung, die detaillierte Anordnungen für die Weinlese, die Beschaffenheit der ledernen Weinschläuche, den Ausbau sowie die Handelspraktiken enthielt. 1519 kaufte Magellan vor Antritt seiner Weltreise 417 Schläuche und 253 Fässchen Sherry. Im Jahre 1483 erließen die Stadtväter von Jerez die erste gesetzliche Regelung für die Herstellung, die detaillierte Anordnungen für die Weinlese, die Beschaffenheit der ledernen Weinschläuche, den Ausbau sowie die Handelspraktiken enthielt. 1519 kaufte Magellan vor Antritt seiner Weltreise 417 Schläuche und 253 Fässchen Sherry. William Shakespeare (1564 – 1616) war ein absoluter Sherry-Fan, er genehmigte sich täglich ein ansehnliches Quantum in seinem Stammlokal ”Bear Head Tavern”. Immer wieder kam dieser Wein namentlich erwähnt in Szenen seiner Werke vor (Richard III., Heinrich VI., Die lustigen Weiber von Windsor und Heinrich IV.). In diesem Zuammenhang war Shakespeare und der Sherry auch an der Namensgebung für den Sekt beteiligt. Im 19. Jhdt. ließen sich spanische Unternehmen in Jerez nieder (z. B. Gonzàlez 1835, Misa 1844), einige gibt es per Namen noch heute. Rebsorten: Die Pflanzung der Rebstöcke erfolgt in Reihen (liños), die in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sind. Damit erzielt man eine maximale Sonneneinstrahlung während des ganzen Tages. Nach der Bodendüngung und dem Rigolen wird der Rebstock 60 cm tief in die Erde eingepflanzt, vorzugsweise auf Flächen, wo das Albariza-Gestein mehr an die Oberfläche tritt, damit die Wurzeln mühelos in dessen feuchte Zonen eindringen können. Vor allem die Palomino trägt zum besonderen Charakter des Sherry bei. Sie ist die Sherry-Rebe par excellence mit ca. 90% des Sherry-Anbaugebietes. Die reifen Trauben der Pedro Ximénez (PX) werden bis zu drei Wochen auf Grasmatten der Sonne ausgesetzt, wodurch der ohnehin geringe Säuregehalt noch weiter sinkt. Diese werden dann für die süße Sherry-Variante Cream verwendet. Die Moscatel de Chipiona wird zum Verschnitt der süßen Variante Cream verwendet.Lese: Diese beginnt um den 10. September. Zur Bestimmung des genauen Zeitpunktes ist in erster Linie Zuckergehalt und Säuregrad entscheidend. Die Lese erfolgt von Hand

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/