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Weinlexikon

Schwarzriesling

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Schwarzriesling

Die rote Rebsorte ist im Burgund schon seit über 400 Jahren bekannt und zählt zum Dutzend der meistangebauten in Frankreich, wo sie aufgrund des späten Austriebs und frühen Reife vor allem im Norden (Champagne, Loire, Elsass) angebaut wird. Wahrscheinlich ist sie eine der vielen Mutationen des Pinot Noir, mit dem Riesling ist sie trotz des Namens nicht verwandt. Ihren Namen Pinot Meunier (Meunier = Müller) verdankt sie der Tatsache, daß die Unterseite der stark behaarten Blätter und die Triebspitzen wie mit Mehl bestäubt erscheinen. Deshalb nennt man sie in Deutschland Müllerrebe, aber sie ist auch noch unter folgenden Synonymen bekannt: Auvergnat Gris, Blaue Postitschtraube (Österreich), Farineux Noir, Gris Meunier, Millers Burgundy (Australien), Morillon Taconé, Plant de Brie, Plant Meunier und Rana Modra Mlinaria (Balkan). In der Champagne wird sie neben den Sorten Pinot Noir und Chardonnay vor allem für die Herstellung von Champagner verwendet, hier belegt sie 40% der Rebfläche. In Deutschland ist sie die vierthäufigste Rotwein-Rebe, mit 2.000 ha befindet sich in Württemberg der größte Anteil, kleine Rebflächen gibt es in Baden, Franken und Pfalz. In geringen Mengen wird sie auch in der Schweiz und Österreich angebaut. In Australien wird sie für sortenreinen Rotwein und in Kalifornien für Schaumwein verwendet. Der ziegelrote, fruchtige Wein ist etwas säurereicher als jener des Pinot Noir, das Weicsel-Bouquet ist burgunderähnlich. Eine Mutation des Schwarriesling ist die Sorte Samtrot

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/