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Weinlexikon
Saint-Emilion

Der Bereich mit rund 5.000 ha Rebfläche liegt im Osten des Bordeaux Bordeaux und ist nach der gleichnamigen Stadt benannt, welcher der Heilige Ämilianus den Namen gab. Die Römer legten die Basis für den Weinbau, indem sie ihre Edelreiser auf die die einheimischen Wurzelstöcke pfropften. Auch heute noch ist es wie bei den Römern üblich, die Rebstöcke mit einem relativ engen Abstand von 1,3 m zu pflanzen. Der Bereich umfasst 8 Gemeinden, einen Teil von Libourne sowie die außerhalb des Gebietes liegenden 5 Satelliten-Gemeinden Lussac, Montagne, Parsac, Puisseguin und St-Georges. Diese 5 sind eigene Appellationen und dürfen den Ortsnamen mit dem Zusatz Saint-Emilion tragen. Nach dem Boden gibt es die vier Zonen Côtes (Kalkstein), Plaine (Sand und Kies), Plateau des sables (Sand) und Graves (Kies). Die rund 1.000 Weingüter erzeugen überwiegend Rotweine, nur diese haben den AC-Status. Die vollmundigen und körperreichen Rotweine werden hauptsächlich aus Merlot und Cabernet Franc mit Anteilen von Cabernet Sauvignon, Malbec und Carmenére produziert. Sie sind sanfter, fruchtiger und weniger herb als jene aus dem Médoc. Das Klassifikations-System ist nicht so starr wie die ”Médoc-Klassifikation” (siehe unter Bordeaux-Klassifikation) und wird rund alle 10 Jahre revidiert. Im Jahre 1954 wurde erstmals ein System mit 4 Stufen eingeführt, 1984 wurde dies auf zwei Stufen reduziert. Es wird nun zwischen “Saint-Emilion” für die einfachen Weine und “Saint-Emilion Grand Cru” für die besten 90 Lagen unterschieden. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen diese (maximal) 90 Grand-Cru-Weingüter die nicht mehr amtlich anerkannten Bezeichnungen “Grand Cru Classé und “Premier Grand Cru Classé” verwenden. Diese Crand Cru Güter werden noch zwischen “A” und “B” unterschieden. Daneben gibt es noch die Kategorie ”Grand Cru”, die jährlich nach Verkostung von einer Jury “auf Zeit” erteilt wird und ausschließlich Château-Abfüllungen vorbehalten ist. Die folgende Aufstellung ist die Klassifikation der besten 90 Gewäche von 1996 (bei der 9 Châteaux gegenüber 1985 deklassiert und 6 Châteaux neu aufgenommen wurden):Premier Grand Cru Classé A (2)Château Ausone, Château Cheval Blanc.Premier Grand Cru Classé B (11)Château Angelus, Château Beau Séjour-Bécot, Château Beauséjour (Duffau), Château Belair, Château Canon, Château Figeac, Château La Gaffeliére, Château Magdelaine, Château Pavie, Château Trottevieille, Clos Fourtet.Grand Cru Classé (55)Außer den drei “Clos” beginnen alle mit Château: L´Arrosée, Balestard-La-Tonnelle, Bellevue, Berger, Berliquet, Cadet-Bon, Cadet-Piola, Canon-La Gaffeliére, Cap-de-Mourlin, Chauvin, Clos des Jacobins, Clos de l´Oratoire, Clos Saint-Martin, Corbin, Corbin-Michotte, Couvent des Jacobins, Curé-Bon-la-Madeleine, Dassault, Faurie-de-Souchard, Fonplégade, Fonroque, Franc-Maine, Grand-Mayne, Grand-Pontet, Grandes Murailles, Guadet-Saint-Julien, Haut Corbin, Haut-Sarpe, La Clotte, La Clusiére, La Couspaude, la Dominique, La Serre, La Tour-du-Pin-Figeac (Bélivier), La Tour-du-Pin-Figeac (Moueix), La Tour Figeac, Larmazelle, Laniote, Larcis-Ducasse, Larmande, Laroque, Laroze, Le Prieuré, Matras, Moulin-du-Cadet, Pavie-Decesse, Pavie-Macquin, Petit-Faurie-de-Soutard, Ripeau, Saint-Georges-Côte-Pavie, Soutard, Tertre-Daugay, Troplong-Mondot, Vilemaurine, Yon-Figeac.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/