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Weinlexikon
Loire

In dieser großen französischen Region mit etwa 80.000 ha Rebfläche pflanzten die Römer schon im 3. Jahrhundert nach Christi ihre Rebstöcke an. Hier bauten sich die französischen Könige und Adeligen an den Ufern viele Schlösser, die schönsten stammen aus der Renaissance unter König Franz I. (1494 – 1547). Dieser holte Leonardo da Vinci (1452 – 1519) an seinen Hof, der auch am Schloss Amboise starb. Der Fluß Loire umschließt in seinem 1.000 km langen Lauf einen großen Teil Nord- und Mittelfrankreichs, an beiden Ufern und an den Nebeflüssen liegen aneinandergereiht die Weingärten. Die Region hat unterschiedliche Klima- und Bodenbedingungen und auch verschiedene Weintypen. Deshalb wird es in die Gebiete Anjou, Pays-Nantais, Pouilly, Sancerre und Vouvray unterschieden.Die Region ist vor allem ein Weißwein-Gebiet, es werden die Sorten Sauvignon Blanc (die nirgendwo besser gedeiht), Melon de Bourgogne (hier Muscadet genannt), Chenin Blanc (Pineau de la Loire) und Chardonnay zu ausgezeichneten Produkten gekeltert. Drei der bekanntesten Weißweine sind der süße Coteaux du Layon sowie der Pouilly-Fumé und der Sancerre. Der große Bereich der Touraine ist durch seine vielen Weiß-, Rosé- und Rotweine bekannt. Aus dem Bereich Anjou kommen die beiden lieblichen Weine Rosé d´Anjou und Cabernet d´Anjou. Auch die Schaumweine des Loiretales sind berühmt. Sie werden zum Großteil nach der Méthode rurale produziert, der bekannteste ist der weiße Crémant de Loire. Eine Spezialität sind die weißen Muscadet-Weine nach der Methode Sur lie. Die würzigen Rotweine werden aus Cabernet Franc, Gamay und Malbec (Cot) gekeltert.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/