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Weinlexikon
Kreuzung

Das ist die ”generative oder geschlechtliche Vermehrung” von zwei Rebsorten derselben Spezie, zum Beispiel von zwei Vinifera-Arten. Dies erfolgt durch künstliche Befruchtung der weiblichen Blüte einer Sorte mit Pollen der gewünschten Vatersorte. Zuerst muß die vorhandene Zwitterblüte der gewünschten Muttersorte kastriert werden. Danach wird der Pollen der gewünschten Vatersorte aufgebracht. Aus den Samen der Beeren wachsen Rebstöcke, welche die Eigenschaften der Eltern-Pflanzen in sich vereinigen. Das Ergebnis kann durchaus überraschend sein. So wurde zum Beispiel aus den beiden roten Rebsorten Blauer Portugieser x Blaufränkisch die weiße Rebsorte Jubiläumsrebe gekreuzt. Aus demselben Elterpaar aber entstand in einem anderen Versuch die rote Rebsorte Blauburger. Bei der Angabe der Eltern wird immer zuerst die Mutter-Rebsorte genannt, zum Beispiel ergab „Silvaner (Mutter) x Riesling (Vater)“ die Scheurebe. Das Ergebnis einer Kreuzung wird häufig auch als Neuzüchtung bezeichnet. Erfolgt die Kreuzung zwischen verschiedenen Rebsorten-Spezies, zum Beispiel zwischen einer Amerikaner-Rebe der Spezie Vitis labrusca und einer Europäer-Rebe der Spezie Vitis vinifera, dann wird dies als Interspezifische Kreuzung oder als Hybride bezeichnet. Im Gegensatz dazu steht die sogenannte Veredelung, bei der auf den Wurzelstock einer Rebsorte der Oberteil (Edelreiser) einer anderen Rebsorte aufgepfropft wird. Zu den bekanntesten und produktivsten Züchtern zählen der Deutsche Scheu und die Franzosen Seibel und Seyve. Siehe auch unter Klon.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/