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Weinlexikon
Klon

Unter Klon versteht man die Nachkommen einer einzigen Mutterpflanze, die theoretisch ident in den Erbanlagen sind. Um besonders gute Rebstöcke und deren Eigenschaften weiter zu erhalten oder um Nachkommen mit neuen Eigenschaften zu züchten, wird bewußt Auslesezucht betrieben (Selektion). Dabei wird die Güte eines Weingartens fünf Jahre hindurch bewertet (bonitiert). Ein Einzelstock, der fünfmal die beste Bewertung (5 Punkte) erhalten hat, wird dabei Elitestock genannt. Von diesem Elitestock erzeugt man 10 Pfropfreben (siehe unter Veredelung), die man wieder 5 Jahre hindurch prüft (Zwischenprüfung). Wenn diese in allen Belangen (Ertragssicherheit, Blütefestigkeit, Weinqualität etc.) positiv abgeschlossen werden konnte, kommt es dann mit mindestens 100 Stöcken zur Hauptprüfung (5 Jahre hindurch mit jeweiliger statistischer Auswertung). Haben die Reben nun in allen Disziplinen eine positive Bewertung erhalten, so wird dieses Material Klon genannt.Klonselektion wird schon sehr lange betrieben. Über Jahrtausende hinweg diente dies stets dem Zweck, den gesunden Ertrag zu steigern oder zumindest zu gewährleisten. Die erste Selektion erfolgte schon in der Steinzeit und war die Züchtung von einhäusigen Rebstöcken (weibliche und männliche Blüten auf einem Stock). Heute verfolgt die Klonselektion vor allem zwei Ziele: die Gewährleistung eines festgelegten Qualitäts-Standards und die Ausmerzung von Virus- und anderen Krankheiten. Siehe auch unter Hybriden, Kreuzung und Rebsorte.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/