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Weinlexikon
Klima

Darunter ist eine geographisch weitläufige Großklimazone zu verstehen, die auch als Makroklima bezeichnet wird. Die speziellen Ausprägungen ergeben sich durch viele Faktoren wie Sonnen-Einstrahlung, Niederschlag, Temperatur, Feuchtigkeit und Wind sowie deren Zusammenspiel. Neben dem Bodentyp des Weingartens, der dort gepflanzten Rebsorte und der Vinifikation (die Kunst des Winzers bei der Weinbereitung) ist das Klima ein entscheidender Faktor für die Qualität eines Weines. Aber auch das sogenannte Mikroklima spielt eine wichtige Rolle, das ist die ganz spezielle klimatische Gegebenheit für ein kleines Gebiet, in dem sich der Weingarten befindet. Am besten gedeihen die Rebstöcke in warmen, gemäßigten Zonen der nördlichen und südlichen Hemisphäre, das ist der Bereich zwischen dem 30. und 50. Breitengrad (Europa 40 bis 50, Amerika und südliche Halbkugel 30 bis 40). Vom Äquator bis 20° nördlicher und südlicher Breite gibt es durch zuviel Wärme keinen Weinbau. In der Regel sind Weinbergs-Lagen zwischen 100 bis 400 Meter Seehöhe am besten. Am idealsten sind südöstlich oder südwestlich ausgerichtete Hang- oder Steillagen.Die idealen Temperaturen liegen bei ausreichender Versorgung mit Nährstoffen, Wasser und Sonnenbestrahlung zwischen 23° und 25° Celsius. Es sollte im Jahresdurchschnitt zumindest 1.600 Sonnenstunden geben, dies ergibt bei einem Mittel von 8 bis 10 Stunden täglich rund 180 Tage. Der Niederschlag sollte in den Monaten Mai bis Oktober zumindest 300 mm betragen, wobei besonders die Frühjahrsniederschläge wegen des Triebwachstums wichtig sind. Bei höheren Niederschlägen werden Pilzkrankheiten gefördert (siehe unter Botrytis). Das Klima innerhalb eines Jahres wirkt sich auf die Qualität eines Wein-Jahrganges unter Umständen großflächig aus, siehe dazu unter Jahrgangs-Tabelle. Die Großklimazonen werden in verschiedene Klimatypen unterschieden, wobei aber wie schon erwähnt die örtlichen Gegebenheiten (Mikroklima) eine wichtige Rolle spielen. Kontinentales Klima: Kommt vor allem im mitteleuropäischen Binnenland vor. Es ist durch große Unterschiede zwischen den höchsten und niedrigsten Temperaturen innerhalb eines Jahres geprägt.Maritimes Klima: Das Klima herrscht in meernahen Weinanbaugebieten und auch in vielen Ländern der südlichen Erdhalbkugel vor. Es ist durch gleichmäßig warme Temperaturen mit geringen Schwankungen zwischen Sommer und Winter geprägt.Mediterranes Klima: Dieses Klima ist durch heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter geprägt. Dies ist für viele Küstenregionen zwischen dem 30. und 40. Breitengrad charakteristisch, die an des Westseiten der Kontinente liegen. Es herrscht zum Beispiel im gesamtem Mittelmeeraum vor.Trockenklima: Ein sehr warmes Klima mit geringen Niederschlägen

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/