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Weinlexikon

Fahnenschwinger

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Fahnenschwinger

Unter dem Namen “Fahnenschwinger” wird in der österreichischen Gemeinde Neckenmarkt im Weinbau-Gebiet Mittelburgenland ein Rotwein aus der Rebsorte Blaufränkisch gekeltert. Am Sonntag nach dem Fronleichnamsfest wird der “Tag der Fahne” gefeiert. Dieser Brauch bzw. die Wein-Bezeichnung geht auf die “Schlacht von Lackenbach” im Oktober 1620 zurück. Im Jahre 1617 wurde Kaiser Ferdinand II. (1578 - 1637) auch böhmischer König. Die böhmischen Fürsten hatten dies nie anerkannt und in der Folge kam es zum 30-jährigen Krieg. Nach einigen gewonnenen Schlachten wurde von böhmischen und ungarischen Aufrührern auch Wien belagert.Der junge ungarische Adelige Nikolaus Esterházy hatte die Partei der Habsburger ergriffen, er besaß ein Schloß in Lackenbach. Dieses wurde von den Aufständischen belagert und bei der erwähnten Schlacht leisteten die Bauern von Neckenmarkt entscheidende Hilfe. Sie erhielten 1622 von Esterházy neben anderen Privilegien für ewige Zeiten die Vergünstigung, daß sie bei feierlichen Anlässen unter der vom Fürsten geschenkten, kaiserlich-herrschaftlichen Fahne ausrücken dürften.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/