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Weinlexikon
Donauland

Das österreichischen Weinbau-Gebiet mit 2.765 ha Rebfläche ist eines der 8 der Region Niederösterreich. Im Jahre 1993 wurden die bis dahin ein gemeinsames Weinbau-Gebiet bildenden Distrikte (Großlagen) Donauland und Carnuntum getrennt und sind nun selbständig. 1995 wurde von Donauland der Distrikt Traisental abgetrennt und bildet nun ebenfalls ein eigenes Weinbau-Gebiet. Das Donauland besteht aus zwei voneinander getrennten Distrikten (Großlagen). Nördlich der Donau erstreckt sich entlang des Flusses der größere Bereich „Wagram“, der zwischen den Weinbau-Gebieten Kamptal im Westen und Wien im Osten liegt. Die bekanntesten Weinorte sind Fels am Wagram, Gösing, Feuersbrunn, Groß-Riedenthal und Kirchberg am Wagram.Als Bodentyp ist Löß und Lehm vorherrschend. Die hauptsächliche Rebsorte ist der Veltliner (52%), dann folgen Müller-Thurgau (11%), Zweigelt (7,6%), Frühroter Veltliner (3,5%), Weißer Burgunder (3,2%), Blauer Portugieser (2,6%), Rheinriesling (2,3%), Blauer Burgunder (2,2%), St. Laurent (1,2%), Traminer und Neuburger. Zwei Winzer-Gemeinschaften pflegen gebietseigene Qualitätsweine, nämlich das Collegium Vinum Wachrain mit der “Wagramer Selektion” und die VENA (Erste Vereinigung naturnahen Weinbaus in Österreich) mit Sitz in Groß-Riedenthal, die unter dem Namen “Ursprung” zwei Gemeinschafts-Abfüllungen von den Rebsorten Zweigelt und Veltliner produziert. Östlich von “Wagram” und südlich der Donau liegt der zweite Teil „Klosterneuburg“, wo an der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau der österreichische Winzernachwuchs ausgebildet wird. An diesem im Jahre 1860 gegründeten Institut wirkte als erster Direktor August Wilhelm Freiherr von Babo (1827 – 1894), welcher die Klosterneuburger Mostwaage einführte. Vom späteren Direktor Professor Zweigelt wurde 1922 die nach ihm benannte Rebsorte kreiert. Durch seine Lage eignet sich Klosterneuburg besonders für den Weinbau, denn seine zumeist gegen Süden abfallenden Hügel werden den ganzen Tag mit Sonne beschienen. Hier war die römische X. Legion angesiedelt und betrieb Weinbau. Das bekannte “Chorherrenstift“ wurde nach der Legende vom Babenberger Markgrafen Leopold III., dem Heiligen (1073 – 1136) gegründet, weil an dieser Stelle der vom Winde verwehte Schleier seiner Gattin Agnes gefunden wurde. Im Jahre 1330 brach in Klosterneuburg ein großer Brand aus, der die halbe Stadt zerstörte. Das Löschwasser ging langsam aus und die Mönche eilten in den Keller und begannen eimerweise Meßwein zum Altar zu schleppen. Es gelang ihnen schließlich, damit den Brand zu löschen. Klosterneuburg lag durch seine Nähe am Donauufer an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/