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Weinlexikon
Brasilien

Am Mitte des 16. Jahrhunderts begann die Kolonialisierung durch die Portugiesen, die auch die ersten Reben pflanzten. Eine bedeutsame Weinbau-Entwicklung gab es aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch italienische Einwanderer. Dieser wird vor allem in den gemäßigteren, äquatorferneren Zonen betrieben, vor allem im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Weitere Weinbaugebiete sind Sao Paulo, Rio de Janeiro und Minas Gerais. Die Rebfläche beträgt rund 60.000 ha, mehr als die Hälfte wird für die Produktion von Tafeltrauben genutzt, die Weinproduktion beträgt knapp 3 Millionen Hektoliter per anno. Ein Novum ist, daß in Äquatornähe jährlich zweimal eine Traubenernte möglich ist, was durch den Betrieb Cinzano bei der Stadt Recife an der atlantischen Küste genutzt wird. Aufgrund des heißen Klimas und der hohen Luftfeuchtigkeit (Gefahr von Pilzkrankheiten) werden zu 70% die diesbezüglich resistenten Amerikaner-Reben der Familie Vitis labrusca wie Concord, Delaware, Dutchess, Isabella (häufigste Sorte), Niagara (häufigste weiße Sorte) und Seibel angebaut. Diese liefern etwas derbe, alkoholreiche Rot- und Weißweine. Zunehmend werden in letzter Zeit aber auch europäische Sorten wie Bordo (Ives Noir), Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Malvasia, Merlot und Trebbiano forciert. Diese liefern die besten Weine. Große europäische Unternehmen setzen neue Initiativen, vor allem Cinzano, Domecq und Moet&Chandon.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/