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Weinlexikon

Blauer Portugieser

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Blauer Portugieser

Diese rote Rebsorte stammt möglicherweise aus Portugal. Urkundlich ist belegt, daß im Jahre 1772 der Vöslauer Schloßherr Johann Freiherr von Fries einige Reben von seiner Handelsagentur in Oporto/Portugal erhalten hatte und diese den Vöslauer Weinbauern zur Auspflanzung übergab. Sie ist auch unter Autrichien, Badener, Portugeus Bleu (Frankreich), Portugieser und Vöslauer bekannt. Die Spielarten Grauer, Grüner und Weißer Portugieser sind ohne Bedeutung. Das bekannte österreichische Sekthaus Schlumberger stellte im Jahre 1846 den ersten österreichischen Schaumwein vor, der aus dieser Sorte weiß gekeltert wurde. Von Österreich aus verbreitete sich die Rebe zunächst nach Ungarn, Böhmen, Kroatien und Slowenien und kam im Jahre 1840 auch nach Deutschland. Kleinere Bestände gibt es auch in Frankreich.In Deutschland ist sie nach dem Spätburgunder (Blauer Burgunder, Pinot Noir) mit rund 4.500 ha die zweitwichtigste Rotweinrebe. Vor allem ist sie in den Anbaugebieten Pfalz (mehr als die Hälfte der deutschen Portugieser-Produktion) und Rheinhessen verbreitet. Ein Großteil wird als Portugieser a href=index.php3?Suchwort=Weißherbst>Weißherbst erzeugt. In Österreich ist sie in fast allen Weinbau-Gebieten vertreten, rund 3.000 ha ergeben den dritten Platz in der Gesamtrebfläche bei den roten Sorten nach dem Blaufränkisch und Zweigelt. Der überwiegend hellrote Wein wird vorzugsweise in den ersten beiden Jahren jung getrunken. Das zarte Bouquet erinnert an Heublumen, auch Kaffee, der Geschmack ist fruchtig und wenig gerbstoffhaltig. In guten Jahren können dichte, extraktreiche Weine mit pfeffriger Frucht erzeugt werden, die sogar alterungsfähig sind.

Quelle: https://glossar.wein-plus.eu/