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Weinlexikon

AP = Amtliche Prüfnummer

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AP = Amtliche Prüfnummer

Jeder deutsche und österreichische Qualitäts- und Prädikatswein muß als Beleg für die bestandene amtliche Prüfung eine Prüfungs-Nummer tragen. Deutschland: Ein echtes Beispiel mit der AP-Nummer 4 318 063 10 94:* Prüfbehörde/Anbaugebiet: 4 = Rheinhessen* Ort des Erzeugers: 318 = Stein-Bockenheim* Erzeugerbetrieb/Weingut: 063 = Weingut Steitz* Lfd. Nr. des geprüften Erzeugers: 10 = die 10. des Weinguts Steitz in 1994* Jahr der Prüfung: 94 = 1994Es muß ein dreistufiger Test bestanden werden. Bei der Leseprüfung wird im Herbst das Mostgewicht gemessen. Bei der Analyseprüfung werden Alkohol-Gehalt, Gesamt-Extrakt, Restzucker und Schwefelige Säure bestimmt. Als Abschluß erfolgt eine Sinnenprüfung durch amtlich bestellte Prüfer. Nach einem 5-Punktesystem werden Geruch, Geschmack und Harmonie bewertet (COS). Nur wenn der die erforderliche Mindestanzahl von 1,5 Punkten erreicht wird, darf auf dem Etikett die Güteklasse aufscheinen. Aus der Prüfnummer lassen sich Prüfstelle, Hersteller und Jahrgang zurückverfolgen. Von jedem geprüften Wein werden Kontrollmuster aufbewahrt. Zusätzlich wird auf freiwilliger Basis des Erzeugers von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) eine Sinnenprüfung vorgenommen und bei positivem Ergebnis ein Deutsches Weinsiegel in drei Farben vergeben. Österreich: Auf dem Qualitätswein-Etikett scheint auf Herkunft (bei gehobenem Wein mit Riede), Jahrgang, Rebsorte, Qualitätsstufe, Name und Ort des Abfüllers, Alkohol-Gehalt, Restzucker, Füllvolumen und staatliche Prüfnummer. Ein Beispiel mit der Nummer ”L” E12349 (das ”L” steht für die bei allen Getränken erforderliche Losnummer, um Produktionszeit, Ort usw. nachvollziehen zu können):* Sitz der Untersuchungsstelle: E = Eisenstadt/Burgenland* Einreich-Nummer: 1234= die 1234. Einreichung* Einreich-Jahr: 99 = 1999