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Weinlexikon
Amphore

Der in der Antike am weitesten verbreitete und verwendete Weinbehälter, zumeist ein Tongefäß mit zwei Henkeln. Der griechische Name besagt, daß das Gefäß dazu gedacht war, von zwei Männern getragen zu werden. Als Erfinder gelten die biblischen Kanaaniter, die dieses Gefäß 1500 vor Christi nach Ägypten brachten. Die Größe war sehr unterschiedlich, römische Amphoren fassten ungefähr 26 l und griechische etwa 40 l. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus (55 - 120 n. Chr.) berichtet, daß eine Amphore italienischen Weines den Gegenwert für einen gallischen Sklaven darstellte. Häufig wurden die Amphoren innen mit Wachs oder Harz ausgegossen. In Griechenland war es üblich, vor dem Verschluß die Oberfläche des Weines mit einer Harz- und Ölschicht zu bedecken, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Auf diese Art ist die Tradition des Harzweines Retsina entstanden. Verschlossen wurden sie mit Stöpseln aus Terakotta (gebrannte Erde = unglasierter Ton), die mit Bindfaden befestigt und dann mit Lack, Ton oder Pech abgedichtet. Dadurch war das Gefäß luftdicht und der darin enthaltene Wein konnte lange gelagert werden. Siehe auch unter Wein-Gefäße.