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Weinlexikon
Algerien

Der Weinbau wurde ab der Besetzung des Landes im Jahre 1830 durch die Franzosen begründet. Die französischen Winzer brachten ihre Reben mit, vor allem waren dies Alicante, Aramon, Carignan, Gamay und Pinot-Sorten. Während der Kolonialzeit wurde der Großteil der Weine als Verschnittwein nach Frankreich exportiert. Das Klima ist von niederschlagsreichen Wintern und regenarmen Sommern geprägt und für den Weinbau sehr günstig. Noch im Jahre 1960 gab es knapp 350.000 Hektar Rebfläche, ab der Unabhängigkeit im Jahre 1962 und starkem Einfluß vom islamischen Wein-Verbot ist diese stark geschrumpft und es wurde die Produktion von Tafeltrauben forciert.Heute wird von rund 70.000 Hektar Rebfläche rund eine halbe Million Hektoliter Wein per anno produziert. Das Appellations-System als Pendant zum französischen AC heißt hier VAOG (Vins á Appellation d´Origine). Zum größten Teil werden Rotweine produziert, diese sind alkoholreich (bis 15% vol) und farbintensiv. Zu den besten Weinen zählen Ain-Bessem-Bouira (rot, weiß), Coteaux de Masacra (rot, rosé, weiß), Coteaux de Tlemcen (rot, weiß), Coteaux de Zaccar (rot, weiß), Haut-Dahra (rot), Médéa (rot, weiß), Monts de Thessalah (rot, rosé, weiß), Mostaganem (rot) und Sidi Brahim (rot). Nach Portugal und Spanien ist Algerien der drittgrößte Kork-Produzent der Welt