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Weinlexikon
Ahr

Das nördlichste deutsche Anbaugebiet im Bundesland Rheinland-Pfalz mit einer Rebfläche von 520 ha ist nach einem westlichen Nebenfluß des Rheins benannt. Die Ahr entspringt in der Eifel und mündet südlich von Bonn in den Rhein. Die Weingärten befinden sich an nach Süden gerichteten Steilhängen am unteren und mittleren Teil des tief eingeschnittenen Flußtales in einer Länge von etwa 25 km. Schon die Römer bauten hier Wein an. Der Weinbau wird bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 770 erwähnt.Es gibt nur einen Bereich (Wahlporzheim/Ahrtal) und eine Großlage (Klosterberg) mit insgesamt 43 Einzellagen. Die bekanntesten Weinorte sind Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler (das Herz des Ahrtals mit einem Heilbad und heißen Quellen), Dernau, Mayschoß und Rech. 1868 wurde in Mayschoß die erste Winzergenossenschaft der Welt gegründet. Die Böden bestehen aus Löß im unteren sowie Schiefer und vulkanischem Gestein im mittleren Ahrtal. Zu über 80% werden rote Rebsorten abgebaut. Dominierend ist der Spätburgunder (56%), dann folgen Blauer Portugieser (14%), Riesling (9%), Müller-Thurgau (7%) und Dornfelder (4%). Das Ahrgebiet ist das deutsche Rotweinzentrum. Die zumeist leichten und lieblich ausgeprägten Rotweine aus Spätburgunder gelten als besondere Spezialität, sie sind rubinrot und haben ein samtiges, delikates Bouquet. Siehe auch unter Deutschland.