Der Korken ist nicht von einer guten Flasche Wein wegzudenken. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Geschichte und Produktion des Korkens. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie eine Weinflasche auch ohne Korkenzieher öffnen können und was Sie alles aus einem Korken basteln können.

Woher kommt der Korken?

Wein wurde früher hauptsächlich in Fässern massenproduziert. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts setzten sich jedoch die heute üblichen individuellen Weinflaschen gegenüber Wein in Fässern zunehmend durch. Neben umwickelten Holzstopfen und Tonstopfen kamen erstmals Korken als Verschlussmittel zum Einsatz.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland Korken lediglich in Delmenhorst produziert, Ende des 19. Jahrhunderts kommen weitere Produktionsstätten hinzu. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als die 0,75-Liter-Flasche immer verbreiteter wurde, stieg auch die Korkenproduktion an. Bis heute ist das flexible und luftdichte Material beliebt zum Verschluss von Weinflaschen. Darüber hinaus gibt es inzwischen Kronkorken und Kunststoffstopfen sowie Schraubverschlüsse. Kenner werden jedoch immer auf echte Korken setzen, die zu einem edlen Tropfen einfach dazugehören. Die meisten Korken werden übrigens in Portugal produziert.

Wie entsteht ein Korken?

Weinkorken aus natürlichem Material durchlaufen einen langwierigen und fast vollständig aus Handarbeit bestehenden Herstellungsprozess. Meistens bestehen sie aus einem einzigen Stück Naturkorken. Dieses Material eignet sich optimal für den Verschluss der Weinflasche.

Zur Produktion ist die Rinde der Korkeiche nötig. Diese kann am lebenden Baum geerntet werden, weshalb es sich um eine nachhaltige Produktion handelt. Im Durchschnitt werden Korkeichen bis zu 200 Jahre alt. Alle neun bis zwölf Jahre kann ihre Rinde abgeschält werden. Die Rinde wird getrocknet und härtet dabei über mehrere Monate hinweg aus. In einem Kochprozess wird die Rinde in klarem Wasser für etwa eine Stunde desinfiziert und weich gemacht. Nach dem Abkochen ist eine weitere Trocknungsphase nötig, die etwa drei Wochen dauert. Erst danach hat entstehen Korkplatten, aus denen der Hersteller dann die Korken für den Wein ausschneiden kann.

Tipp: Die Weinflasche ohne Korkenzieher öffnen

Wenn Sie keinen Korkenzieher zur Hand haben, ist es gar nicht so leicht, die Weinflasche zu öffnen. Den Korken selbst können Sie mithilfe eines Löffelgriffs in die Flasche hereindrücken. Allerdings: der Boden der Falsche kann kaputt gehen oder der Korken zerbricht und der Wein wird dadurch verunreinigt. Einfacher ist es, durch leichtes Schlagen der Flasche gegen eine flache, vertikale Fläche durch den Druck den Korken aus der Flasche heraustreiben. Wickeln Sie dazu den Boden der Weinflasche in ein Handtuch, um das Glas zu schützen.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, als Heimwerker in die Werkzeugkiste zu greifen. Drehen Sie zum Beispiel eine Schraube in den Korken und ziehen Sie diese mit einer Zange heraus oder schlagen Sie Nägel in den Korken, um ihn zu entfernen.

Tipp: Basteln mit Korken

Wenn die Flaschen leer sind, bleibt Ihnen der Korken als interessantes Bastelobjekt. Es gibt zahlreiche Ideen für das Basteln mit Korken. Zum Beispiel können Sie die schöneren Modelle, die beim Entfernen ganz geblieben sind, als Füllung für Kerzengläser oder Blumenvasen nutzen. Dank seiner Eigenschaften bietet sich Kork auch zum Pinnen an. Sei es für Bilder, die To-Do-Liste oder als praktische Unterlage, mit einer Korkensammlung können Sie schöne Formen herstellen und haben direkt eine praktische Unterlage.

Bei Kindern sind Korken ebenfalls sehr beliebt. Sie eignen sich zum Beispiel dafür, Tiere zu basteln, Dekorationsobjekte herzustellen und mit ein wenig Farbe sogar eine Weltkarte für das Kinderzimmer zu gestalten. Wenn Sie die Korken aufschneiden, haben Sie kleine Schlüsselanhänger, Stempel in verschiedenen Motiven (einfach einschnitzen), eine interessante Basis für selbstgemachten Schmuck oder sogar Material für eine Lampe im eigenen Design. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und nutzen Sie alte Weinkorken zum Basteln!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*