Was gibt’s zum Wein?

Köstlichkeiten aus der Küche natürlich! Wein und Speisen treffen idealerweise zu einem komplexen Aromenspiel aufeinander. Grundsätzlich gilt natürlich: Erlaubt ist, was schmeckt.
Hier unsere Erfahrungswerte:

Der Geschmack muss passen

Für die Auswahl ist nicht so sehr entscheidend, wie komplex der Duft eines Weins ist. Sondern vielmehr, ob er im Geschmack zum Essen passt. So sollte zum Beispiel ein Wein mit viel Säure nicht mit bitteren Speisen kombiniert werden – besser ist Salziges oder Süßes. Aber auch Gleich und Gleich gesellt sich gern: Zum Beispiel ein Süßwein zum Dessert oder ein würziges Steak mit würzigem Shiraz. Besonders schön ist es, wenn auch die Aromen passen. Zum geschmorten Fleisch mit Kräutern zum Beispiel passt ein roter Südfranzose, der selbst nach Garrigue duftet, natürlich hervorragend.

  • Das passt: süß & süß, süß & sauer, süß & salzig, süß & bitter, salzig & sauer, salzig & bitter
  • Passt gar nicht: bitter & bitter, sauer & bitter

Kraft zu Kraft. Leichtes zu Leichtem.

Damit Harmonie am Gaumen entsteht, sollte der Wein zum Essen die Ausdruckskraft der Gerichte spiegeln. Zu gedünstetem Fisch mit einem leichten Salat ist ein junger, frischer Weißwein mit feiner Säure genau das Richtige. Wird aber kräftiger, vielleicht in Speck gebratener Fisch mit gegrilltem Gemüse serviert, geht ein solcher Wein unter. Hier empfiehlt
sich ein im Barrique ausgebauter, kraftvollerer Weißwein.

Zubereitung sticht Farbe: Was geht zu welchem Fleisch?

Es muss nicht immer zu dunklem Fleisch der schwere Rotwein und zu Geflügel der frische Weiße sein. Entscheidend ist, wie das Fleisch zubereitet und vor allem gewürzt ist.

Ein Beispiel: Klar, zum gegrillten Steak passen kräftige, ausdrucksvolle Rotweine wie ein Bordeaux, Malbec aus Argentinien oder ein Cabernet Sauvignon. Aber als zartes Filet harmoniert Rindfleisch viel eher mit feinen Rotweinen wie einem Pinot Noir.

Aber auch Weißwein passt zu Rindfleisch, z.B. wenn es als Tafelspitz gegart wurde.

Je schärfer die Zutaten und Beilagen, desto eher sollte man zu fruchtigem Weißwein greifen, der die Schärfe aufhebt – Rotwein und seine Aromen verlieren gegen Schärfe.

Und noch ein Tipp: Sahnige, fette Saucen harmonieren nicht mit trockenen Weißweinen. Die Säure wirkt durch das Fett noch intensiver. Besser sind hier cremige, weiche Weißweine.

Wie bei allen Tipps dieser Reihe gilt auch hier: ausprobieren!

Einen Überblick über beliebte Speisen und dazu passende Weintipps aus unserem Sortiment finden Sie hier

Wir wünschen guten Appetit.