Fontana-di-Trevi-ein-Wahrzeichen-Roms

So einfach, so gut. Und immer wieder überraschend

Einfach, bodenständig, lecker. Und vor allem: frisch. Die typisch römische Küche ist durch die Jahrhunderte – und eigentlich schon seit Zeiten der alten Römer – traditionell eine „Armeleute-Küche“. Was sie allerdings nicht weniger schmackhaft macht. Denn die Besinnung auf Zutaten aus der Region, die frisch verarbeitet werden, hat auch in Sterne-Restaurants weltweit längst Einzug gehalten.

In der Region rund um Rom gibt es eigentlich auch alles, was man für die Zubereitung köstlicher Mahlzeiten braucht: Fisch aus dem Tiber oder dem Meer, Lamm von den Schafherden auf den Hügeln, Gemüse von Bauern aus der Umgebung und Käse – wie Pecorino oder Ricotta – aus den Bergen. Viele Gerichte basieren auf der Verwendung von Innereien der Tiere wie Nieren, Leber oder Zunge. Der Grund dafür liegt ebenfalls in der Historie: Nach der Schlachtung mussten diese schnell verderblichen Teile sehr billig verkauft werden – so konnten auch die armen Städter sie sich leisten.

Viele Gerichte beruhen zudem auf jüdischen Traditionen, denn seit rund 2.000 Jahren leben Juden in Rom. Ihre Art des Kochens wie das Frittieren von Gemüse und die Zutaten aus dem östlichen Mittelmeerraum wie Pinienkerne, Kichererbsen und Sultaninen sind typischer Bestandteil der römischen Küche geworden.

Unsere zwei Beispiele machen sicher Lust auf mehr:

Römischer Zucchini-Auflauf vegetarisch: Einfache, frische Zutaten, eine halbe Stunde Zeit – lecker!

Man braucht: 1 EL Olivenöl, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 500 g Tomaten, 500 g kleine Zucchini, 2 EL Semmelbrösel, 4 EL gemischte gehackte Kräuter wie Petersilie und Rosmarin, 1 EL gehackte Oregano-Blätter, 40 g frisch geriebenen Parmesan-Käse, 6 EL Sahne oder Crème fraîche, Salz, Pfeffer.

Zwiebeln und Knoblauch würfeln und im Olivenöl in einer Pfanne anbraten. Tomaten kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken, enthäuten und Stengelabsätze herausschneiden, dann grob zerkleinern und mit den gehackten Oregano-Blättern in die Pfanne geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und dünsten, bis eine dickliche Sauce entstanden ist.

Zucchini waschen, Enden abschneiden, halbieren und mit Salz betreuen. 2 EL Semmelbrösel, gemischte Kräuter, Parmesan-Käse und Sahne zu einer streichfähigen Masse verrühren. Die Sauce aus der Pfanne in eine Auflaufform geben, Zucchinihälften darauflegen und Käse-Masse obendrüber verteilen.

Die Auflaufform auf dem Rost im vorgeheizten Backofen bei 225–250° (Gas: Stufe 5–6) ca. 20–25 Minuten backen.

Kabeljau-Saltimbocca mit Weißweinschaum:
Statt Kalbfleisch mit Fisch – und ganz einfach!

Man braucht: 500 g Kabeljaufilet, 4 Scheiben magerer roher Schinken, Salz, Pfeffer, Zitronen- oder Limettensaft, frische Schnittlauchröllchen, 4 Blätter frischer Salbei, 2 Schalotten, etwas Butter, 200 ml Gemüsebrühe, 100 ml Crème fine oder Sahne, 50 ml Weißwein, Öl, weitere Salbeiblätter.

Den Kabeljau säuern, salzen und pfeffern. Mit je einem Salbeiblatt belegen und mit einer oder zwei Scheiben Schinken umwickeln. Backofen auf 50 Grad aufheizen. Die Schalotten würfeln und in Butter glasig dünsten. Anschließend mit Wein ablöschen und auf die Hälfte reduzieren. Gemüsebrühe auffüllen und wieder reduzieren. Sahne hinzugeben und alles zusammen pürieren. Mit kalter Butter, Salz und Pfeffer abschmecken und zur Seite stellen.

Das Öl erhitzen und die umwickelten Fischfilets ca. 5 Minuten vorsichtig braten. In Alufolie packen und in den auf 50 Grad vorgeheizten Backofen legen. Die restlichen Salbeiblätter im Fischbratfett frittieren. Jetzt den Weinschaum noch einmal erwärmen, aber nicht kochen, und mit dem Stabmixer aufschäumen. Schaum auf den Teller geben und den Fisch mit den frittierten Salbeiblättern darauf anrichten. Dazu gibt’s Salzkartoffeln – buon appetito.

Und dazu? Frischer, aromatischer Weißwein aus dem Lazio!

Was wäre ein Essen für die Römer ohne den passenden Wein dazu! Besonders beliebt: frischer Weißer aus der direkten Umgebung. In der Region Lazio auf den Hügeln der historischen Landschaft rund um die Stadt wachsen die Trauben dafür. Die vulkanischen Böden und kühlenden Meereswinde schaffen gute Voraussetzungen für die Reife ganz besonders der weißen Trauben. Diese Frische und Spritzigkeit spürt man auch im daraus gekelterten Wein, der jung getrunken wird. Er ist Begleiter der Römer durch alle Lebenslagen. Und das schon seit Jahrhunderten: Bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. wurden hier in den Weingärten Reben kultiviert.

Fontana Di Trevi Frascati 16

Unsere Wein-Empfehlung:

Fontana Di Trevi

„Rom hat den Wein im Blut“ – dieses Zitat des berühmten Weinkritikers Hugh Johnson sagt eigentlich alles. Wenn die Römer sich auf einen Aperitivo oder zum Abendessen treffen, darf einer nicht fehlen: der frische, aromatische Weißwein aus der Region. Die Cuvée „Fontana di Trevi“ ist eine Hommage an diesen Lieblingswein der Römer. Sie duftet nach Kernobst, Blüten- und frischen Fruchtaromen. Am Gaumen ist der Wein sehr lebendig und vital, dabei aber schön rund. Alkohol und Frische sind balanciert, bei aller Kraft ist der Fontana di Trevi sehr harmonisch.

Kreiert hat diesen Wein Riccardo Cotarella, einer der berühmtesten Weinmacher Italiens. Er berät viele renommierte Weingüter und leitet zusammen mit seinem Bruder Renzo das familieneigene Gut Falesco an der Grenze zwischen Lazio und Umbrien. Ihm wird nachgesagt, dass er wie kein Zweiter erkennt, welche Rebsorte an welchem Ort die besten Ergebnisse hervorbringt. Und natürlich beherrscht er die Kunst, daraus überaus gute Weine zu keltern. Für seine noble Version des Weins der Römer hat er die heimischen Rebsorten Trebbiano und Grechetto mit Viognier und einem kleinen Anteil Sauvignon Blanc ergänzt. Das Ergebnis wurde nach der Fontana di Trevi, dem berühmtesten Brunnen der ewigen Stadt benannt, an den zahlreiche Geschichten und Legenden geknüpft sind.

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