Wie man Wein serviert

Die Vorfreude steigt, die Flasche steht – gut gekühlt oder wohl temperiert – bereits griffbereit. Aber: Es gibt noch einiges zu tun, bevor es um den reinen Genuss geht. Heute geht es darum, Wein gekonnt zu servieren.

Korkenziehen wie ein Profi

Unsere Empfehlung für Rot- und Weißwein: Das klassische Kellnermesser

Am besten bewährt hat sich das klassische Kellnermesser: ein schlichter Korkenzieher mit Kapselschneider, Spirale und Hebel, in manchen Fällen auch einem doppelten Hebel, so dass der Korken ohne viel Kraftaufwand aus der Flasche gezogen werden kann. Vorsicht bei Perlweinen, die nicht mit einem typischen Sektkorken verschlossen sind! Dafür brauchen Sie einen Korkenzieher, bei dem der Hebel den Flaschenhals nicht nur einseitig belastet und mit der Sie die Flasche gut festhalten können.

Die Qual der Wahl: Gläser

Für die meisten Weine reicht zum Einstieg ein mittleres Standard-Weinglas

Einfach ist es bei Schaum- und Perlweinen: Am besten ist ein schmales Glas mit einer kleinen Öffnung, damit die Kohlensäure nicht zu schnell entweicht. Vergessen Sie also Omas Champagnerschalen – es sei denn, sie wollen eine Pyramide bauen.

Für alle anderen Weine macht man mit einem Standard-Weinglas mittlerer Größe erstmal nichts verkehrt. Die großen Bordeaux-Tulpen oder Burgundergläser sind nur für intensive Rotweine geeignet – bei leichteren Weinen können die Aromen darin viel zu schnell verfliegen.

Wenn Sie hauptsächlich Weißweine trinken, empfehlen wir ein nicht zu voluminöses Glas, einfach weil eine kleine Menge schneller getrunken ist und gar nicht erst in die Verlegenheit kommt, warm zu werden.

Karaffe oder nicht Karaffe? Das ist hier die Frage.

Eine Karaffe ist kein Muss, macht aber in vielen Fällen Sinn

Eine Karaffe gehört nicht unbedingt zum Pflichtprogramm. Aber: Für junge, verschlossene Rotweine ist sie durchaus zu empfehlen. Denn mit dem Luftkontakt beim Umfüllen und in der Karaffe selbst, nehmen diese oft erst richtig Fahrt auf. Auch schwere Weißweine können davon profitieren.

Bei gereiften Rotweinen hilft ein Dekanter, den Wein vom Depot – dem Bodensatz, der sich während der Reifung von Weinen bildet – zu trennen.

Alles vorbereitet? Dann kann es ja losgehen. Jetzt heißt es Genießen!

Dafür gibt es beim nächsten Mal noch ein paar Tipps: Wie erkenne ich guten Wein?