Markus Schneider ist ein markanter Typ, der markante Weine macht. Er ist in jeder Hinsicht eine Klasse für sich, und hat ganz klar den Status „Kultwinzer“ verdient. Kultverdächtig sind nicht nur seine Weine, sondern auch ihre Namen: Blackprint, Ursrprung, Holy Moly oder Tohuwabohu. Der Pfälzer hat in den letzten Jahren die vielleicht größte Erfolgsgeschichte im deutschen Weinbau geschrieben und dem deutschen Rotwein ganz neues Leben eingehaucht. Bei allem Erfolgt ist er aber keineswegs abgehoben, sondern immer ganz er selbst geblieben – ein prima Typ, der gute Weine macht!

Echte Hinkucker: Tohuwabohu, Holy Moly und Co.

Was ist Ihre erste mit Wein verbundene Erinnerung?

Ich bin in einer Winzerfamilie aufgewachsen und dort drehte sich, zwar ohne eigene Weinproduktion, das ganze Leben um die Reben, die Trauben und natürlich auch um den Wein. Er war so allgegenwärtig, dass ich keine einzelne Erinnerung abrufen kann. Aber es sind allesamt nur gute und schöne Momente gewesen, immer im Kreis der Familie.

Was ist Ihre Philosophie als Winzer?

Qualität, Fleiß und absolute Konsequenz steht in meinem Winzerleben über Allem. Ob bei einem kleinen Alltagswein oder den absoluten Spitzen im Gut. Nur Qualität ist in dieser großen Weinwelt unsere Daseinsberechtigung, hebt uns von vielen ab und garantiert den Erfolg.  

Der Ausblick auf das Weingut Markus Schneider in der Pfalz

Was macht Ihnen an der Arbeit mit Wein die größte Freude?

Das große Ganze. Vom Rebschnitt im Winter bis zum Öffnen der Flasche und das manchmal Jahrzehnte nach der getanen Arbeit. Wenn dann alle glücklich sind – Bingo!    

Einer der Erfolgsweine von Markus Schneider: Black Print

Was war bis jetzt Ihr größtes Erfolgserlebnis als Winzer?

Weingut Markus Schneider ist im gesamten eine große Erfolgstory…aber wenn ich mich auf eine bestimmte Sache festlegen müsste. Dann, dass ich es allen üblen Neidern mal so richtig gezeigt habe!

Beim Blick in den Keller von Markus Schneider kann man durchaus neidisch werden.

Womit sollen Weintrinker den Namen Markus Schneider verbinden?

Prima Typ (hoffe ich) und super Weine 😉

Prima Typ mit prima Weinen!

Gibt es eine Anekdote aus Ihrem Winzerleben, die sie gerne erzählen?

Immer wieder erzähle ich von meiner erste Begegnung mit Herbert Seckler in seiner Sansibar auf Sylt. Ich bin völlig unbedarft dort als neugieriger Gast aufgetaucht. Kein Geld in der Tasche und keine Ahnung, wo genau ich da gelandet bin. Ohne diese Begegnung, wäre mein gesamtes Winzerleben (wahrscheinlich) völlig anders verlaufen.

Gibt es einen Schneider Wein, der Ihnen besonders am Herzen liegt?

Es ist immer schwer bzw. nahezu unmöglich, sich für eines seiner Kinder zu entscheiden. Bei mir ist die emotionalste Verbindung sicherlich zu unserem ältesten Weinberg. Hier wachsen uralte wurzelechte Portugieser Reben und bringen Jahr für Jahr einen Hit. Hieran hängt mein Herz. Das ist meine Heimat.

Gibt es einen anderen Winzer, den Sie besonders schätzen (wenn ja: Wen und warum)?

Meinen Mentor Dirk Niepoort aus Portugal. Er hat mich zum Anfang an die Hand genommen und mir vieles beigebracht, was mich heute prägt und als Mensch und Winzer ausmacht. Er kennt keinen Neid, teilt alles, ist ein absoluter Visionär, ein großartiger Weinmacher, ruht sich nie auf seinem Erfolg aus und sagt immer wenn ich ihn frage wie es im geht – „mir geht es immer gut mein Freund“. 

Haben Sie für das Weingut Schneider eine Vision für die kommenden Jahre?

Nach dem Weingut in der Pfalz und dem Hensel und Gretel Projekt (zusammen mit Thomas Hensel aus Bad Dürkheim) habe ich zuerst in Stellenbosch, dann an der Mosel und im Douro kleine Weindependancen gegründet. Jetzt ist meine Vision; dort bleiben wo ich angekommen bin. Wenn das funktioniert, ist alles perfekt!

Gibt es einen Traum, den Sie als Winzer noch verwirklichen möchten?

Ich lebe meinen Traum.

„Ich lebe meinen Traum.“

Alle Weine von Markus Schneider finden Sie hier