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Weinmanufaktur Reichsrat von Buhl

Spitzenweine aus der Pfalz

Etwa 450.000 Flaschen mit edlen Tropfen verlassen jährlich das Weingut Reichsrat von Buhl. Diese stammen aus den Deidesheimer und Forster Spitzenlagen und sind VDP-klassifiziert als Große und Erste Gewächse wie zum Beispiel der Jesuitengarten oder der Ruppertsberger Reiterpfad. Sandiger Lehm, Basalt und Kalksteinverwitterungen charakterisieren bereits seit 1849 die hervorragenden, terroirgeprägten Weine von Buhl. Diese erregten schon auf den Weltausstellungen von Paris und Brüssel Aufmerksamkeit. Seit mehr als 150 Jahren setzt sich die Geschichte des Pfälzer Riesling-Spezialisten auch heute noch dank außergewöhnlicher Sekt- und Reserve-Kreationen fort. Von Buhl steht für naturnahen, bio-zertifizierten Anbau echter Spitzenweine aus der Pfalz.

Weinmanufaktur Reichsrat von Buhl

Die Geschichte des Weinguts Reichsrat von Buhl

1849 teilten sich die Erben des berühmten Jordan’schen Weinguts ihren Besitz auf: Ein Teil fiel Franz Peter Buhl zu, den Namensgeber des Betriebs. Die Weine des Pfälzer Unternehmens entwickelten sich Ende des 19. Jahrhunderts zu internationalen Spitzentropfen. Einzelne Lagen des Weinguts erlangten große Berühmtheit, so zum Beispiel die Große Lage Forster Ungeheuer, für die sogar Otto von Bismarck schwärmte.

 

1909 vergrößerte Eberhard Buhl das Weingut, in dem er die Flächen seines Vaters und den angeheirateten Besitz der Winzertochter Juliane Schellhorn-Wallbillich vereinigte. Nun umfasste das Unternehmen 200 Hektar – etwa die Hälfte davon waren Rebflächen.

Eberhard von Buhl war Gründungsmitglied und Präsident des deutschen Weinbauverbandes, dem das Gut bis heute angehört. Nach dem Tod ihres Mannes verwaltete seine Witwe Frieda Piper das Unternehmen noch mehrere Jahrzehnte erfolgreich. Schließlich fiel das Erbe an Georg Enoch Freiherr von und zu Guttenberg.

Dieser verkleinerte den Gesamtbesitz über die Jahre auf 52 Hektar, behielt jedoch die renommiertesten Lagen. Ende des 20. Jahrhunderts war das Weingut vorübergehend an einen japanischen Geschäftsmann verpachtet, 2005 erwarb es der Unternehmer Achim Niederberger. Heute gehört der Betrieb seiner Witwe Jana Seeger.

Die Ära des Kellermeisters Matthieu Kauffmann (2013–19) vergrößerte den Ruhm des Unternehmens zusätzlich und baute die Produktion von edlen Sekten weiter aus. Seit August 2019 führen Gregor Hofer und Peter Hüftlein-Seeger das Geschäft bei von Buhl.

 

Weine von VDP-klassifizierten Spitzenlagen

Das Weingut von Buhl bewirtschaftet seine Rebflächen biologisch. Im Sortiment finden sich hauptsächlich Rieslinge, aber auch einige erstklassige Spätburgunder. Seit 2013 sind die Weine des Unternehmens nach der VDP-Qualitätspyramide eingeteilt. Von Buhl verfügt über Anteile an acht VDP.Großen Lagen (19,27 Hektar).

Die Spitzenweine aus den Weinbergen des Deidesheimer Kieselbergs, des Reiterpfads „In der Hohl“, des Ruppertsberger Reiterpfads „Hofstück“ oder der Forster-Lagen Ungeheuer, Pechstein, Jesuitengarten, Freundstück und Kirchenstück sind international gefeierte Spitzenweine. Der trockene Kieselberg Riesling GG begeistert Weinkenner zum Beispiel mit seinem üppigen, voluminösen Geschmack und seinem intensiven Aroma.

Der Ungeheuer Riesling GG hat bereits zahlreiche Auszeichnungen abgeräumt für seine charakteristische Würzigkeit, seine rassige Säure und die überraschende Fülle.

Außerdem verfügt von Buhl über Anteile an sechs VDP.Ersten Lagen: Unter anderen dem Herrgottsacker und der Maushöhle bei Deidesheim. Auf diesen wachsen die Trauben für den fruchtigen Deidesheimer Riesling, der mehrfach prämiert ist. Sein Duft nach Steinobst und Grapefruit betört internationale Weinexperten.

Auch die Tropfen von der Deidesheimer Leinhöhe, dem Paradiesgarten oder dem Forster Musenhang erreichen Spitzenqualitäten. Die Ortsweine des Reichsrats von Buhl sind ebenfalls zu empfehlen. Ein Forster Riesling ist jung und frisch und überrascht im Abgang mit einer ätherisch-blumigen Note. Besonders bei den Bruts sucht von Buhl seinesgleichen: Komplexe Sekt-Kreationen wie der reife Reichsrat von Buhl Riesling Sekt überzeugen anspruchsvolle Gaumen.

Was die Presse über Reichsrat von Buhl schreibt

Die lange Liste der Auszeichnungen für Weine des Reichsrats von Buhl reicht bis in die Anfangszeit des Weinguts zurück. Bereits bei den beiden Weltausstellungen von Paris und Brüssel erhielten die Pfälzer höchste Prämierungen – unter anderem die Goldmedaille auf der Weltausstellung 1867. Das Qualitätsbewusstsein der Pfälzer spiegelt sich in zahlreichen Wein-

Prämierungen wie zum Beispiel Meiningers Deutschem Sektpreis 2019 für den Buhl Reserve Brut, der ebenso wie der Riesling Brut 90 Punkte erreichte. Der Mundus Vini Nordic zeichnete 2019 den Deidesheimer Riesling trocken und den Kieselberg Riesling trocken GG mit Goldmedaillen aus.

Im Falstaff Weinguide erhielt das Weingut von Jana Seeger 2019 fünf Sterne. Das Magazin lobte ausdrücklich die Arbeit des ehemaligen Kellermeisters Matthieu Kauffmann: Er „hat einen neuen Ton an die Mittelhaardt gebracht“. Weiter heißt es in der Urteilsbegründung: „Die neuen Weine zeigen, dass selbst der Riesling nur Vehikel zum Ausdruck des Terroirs ist“.

Der Gault Millau vergab vier Trauben und sagte über die „ungemein cremigen Schaumweine“ des Unternehmens: „Dieser Stil kommt nach dem ersten (positiven) Schock in der deutschen Sektszene allerdings so gut an, dass man Matthieu Kauffmann längst einen Verdinestorden für diesen überfälligen Impuls anheften sollte.“ Der Eichelmann lobte ebenfalls die Qualität der durchgegorenen Weine und Sekte und zeichnete von Buhl mit 4,5 Sternen aus.

Die Ära Matthieu Kauffmann und das Weingut von Buhl

Matthieu Kauffmann, der dreizehn Jahre als Kellermeister im weltberühmten Sektbetrieb Bollinger tätig gewesen war, kam 2013 in die Pfalz. Erklärtes Ziel für das Weingut Reichsrat von Buhl war es, mit dem Experten einen deutschen Winzersekt zu keltern, der dem Champagner in nichts nachstehen sollte. Geschäftsführer Richard Grosche und Kauffmann hatten international den Ruf eines Sekt-Dream-Teams. Trotz eines schwierigen Jahrgangs war bereits der erste Sekt 2014 ein Riesenerfolg. 93 Punkte erhielt der Riesling Brut beim Falstaff. Neu an Kauffmanns Ansatz war vor allem die Gleichzeitigkeit von Eleganz und Frische. Doch neben den großartigen Bruts stellten sich auch die Stilweine des ehemaligen Bollinger-Experten als Erfolge heraus.

Im August 2019 dann die überraschende Neuigkeit für die Weinwelt: Nach Geschäftsführer Richard Gosche verließ auch Matthieu Kauffmann das Unternehmen von Buhl. Als Begründung gab die Inhaberin Jana Seeger „unüberbrückbare Differenzen in der Rollenverteilung, bei der Weinstilistik“ an. Kauffmann war gerade erst durch den Falstaff zum „Winzer des Jahres 2019“ gekürt worden. In der Laudatio hieß es über den Pfälzer, in seinem Handeln zeige sich „seine ganz individuelle Klasse: die Fähigkeit, in aller Bescheidenheit Großes zu leisten.“ Die Presse hat Matthieu Kauffmann immer geliebt. So schrieb bereits die FAZ über ihn, er sei „ein bedächtiger, bodenständiger, restlos uneitler und zugleich vor Leidenschaft für seine Weine brennender Elsässer“. Der Franzose lebt seine Liebe für deutsche Weine künftig auf seinem eigenen Gut aus – zusammen mit der Winzerfamilie Christmann gründete er nur einen Monat nach seiner Entlassung bei von Buhl sein eigenes Sektgut.