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Tenuta Tignanello

Heimat der Supertuscans

Das Wein-Imperium der Familie Antinori hat in seiner 630jährigen Geschichte den Weinbau in der Toskana immer wieder neu erfunden. Dabei ist es den insgesamt 26 Generationen stets gelungen, Tradition und Moderne meisterhaft zu verbinden. Der größte Geniestreich war zweifellos die Produktion des ersten „Supertuscan“ unter Regie von Marchese Piero Antinori. Aushängeschild dieser Spitzenrotweine, die noch heute mit allen Konventionen der traditionellen toskanischen Weinherstellung brechen, ist das Weingut Tignanello. Hier komponieren die Antinoris aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc die Flaggschiffe unter den Supertoskanern: Den Tignanello Toscana IGT und den Solaia Toscana IGT.

Tenuta Tignanello

Die Supertuscans von Welt

Ihren Ursprung haben die Supertoskaner in den 1970er Jahren. Damals beschloss Marchese Piero Antinori, im Herzen des Chianti-Gebietes einen Wein zu produzieren, der mit allen Herstellungsvorgaben des Chianti Classico brach. Ähnlich wie ein Sternekoch, der freiwillig seinen Stern abgibt, um sich von den strengen Reglements zu befreien, verzichtete Piero Antinori bei seinem neuen Wein aus freien Stücken auf die Klassifizierung Chianti DOC. Unabhängig von den DOC-Statuten schaffte er sich uneingeschränkten Raum für Experimente und die Möglichkeit, genau den Wein zu machen, der seinen persönlichen Qualitätsanforderungen entsprach. Überzeugt davon, dass die toskanische Ursorte Sangiovese allein keine Weine von Weltklasse hervorbringen kann, ließ sich der innovative Kopf des florentinischen Weinimperiums bald von den französischen Bordeaux-Weinen inspirieren. Auf dem 57 Hektar großen Weinberg Tignanello nahe dem Dorf Montefiridolfi baute er neben Sangiovese die internationalen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc an. Auf dem angrenzenden Antinori-Weingut Tignanello entstand aus dieser Traubenmischung eine Cuvée, bei der die Sangiovese immer noch die Hauptdarstellerin war, mit den klassischen Bordeaux-Trauben aber Partner an die Seite gestellt bekam, die ihre Qualitäten aufs Hervorragendste zu unterstreichen wussten. Ein zwölfmonatiger Ausbau in französischer Eiche gab dem „Tignanello Toscana“ den letzten Schliff. Das Ergebnis war ein Wein, der in seiner Herstellung revolutionär war, aufgrund des hohen Anteils an Sangiovese aber dennoch dem toskanischen Charakter treu blieb. Da Piero Antinori den Tignanello nicht als Chianti Classico verkaufen konnte, schickte er ihn als schlichten Tafelwein um die Welt – und hatte damit enormen Erfolg. Schon bald erhielt der Wein von amerikanischen Weinjournalisten den inoffiziellen Adelstitel „Supertuscan“, mit dem noch heute toska¬ni¬schen Spit¬zen¬rot¬weine umschrieben werden, die keinen DOC- oder DOCG-Status besitzen.

Fast zeitgleich mit dem Tignanello Toscana vermarktete das Weinhaus Antinori den Sassicaia, der in Bolgheri ausschließlich aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gekeltert wurde. Im Jahr 1978 komplettierten die Antinoris ihre Riege der Supertoskaner mit dem Solaia Toscana. Die Trauben für diese Cuvée aus 75 Prozent Cabernet Sauvignon, 20 Prozent Sangiovese und 5 Prozent Cabernet Franc wachsen ebenfalls auf den Weinbergen der Tanuta Tignanello. Noch heute gehören der Tignanello und der Solaia zu den bekanntesten, besten und renommiertesten Supertoskanern. Sie waren und sind Vorbild für eine ganze Reihe weiterer Supertuscans, die mittlerweile in der gesamten Region produziert werden. Ihr gemeinsamer Nenner ist nach wie vor der Ausbau in Barriques und die Verwendung internationaler Rebsorten, deren Auswahl hauptsächlich durch Bordeaux-Weine beeinflusst ist.

Im Jahr 1992 bekamen die Supertuscans schließlich ihre eigene Qualitätsweinkategorie. Damals beendete der italienische Gesetzgeber den paradoxen Zustand, dass die besten toskanischen Weine durch die Bezeichnung „Vino da Tavola“ (Tafelwein) in der untersten Kategorie der europäischen Weingesetzgebung landeten. Man schuf eine neue Kategorie mit weniger einengenden Vorschriften: Die Indicazione Geografica Tipica (IGT). Seit dieser Zeit kommen die Supertuscans als IGT-Weine auf den Markt.

Tignanello – ein großer Wein aus einer außergewöhnlichen Lage 

Heutzutage gilt der Tignanello Toscana IGT als echtes Urgestein der Chianti-Region und als Pionier der Supertuscans. Es war der erste Sangiovese, der in Barriques reifte, der erste italienische Rotwein, der mit internationalen Rebsorten wie Cabernet verschnitten wurde, und einer der ersten Rotweine des Chianti, der ganz ohne weiße Trauben auskam. Benannt nach dem Weinberg und dem Weingut, von der er stammt, hat der Tignanello seine Klasse in fast 50 Jahren immer wieder bewiesen. Seinen toskanischen Charakter konnte er sich stets bewahren, denn er besteht nach wie vor zu 80 bis 85 Prozent aus Sangiovese. Hinzu kommen seit 1975 zwischen 10 und 15 Prozent Cabernet Sauvignon und etwa 5 Prozent Cabernet Franc. Auf die Zugabe weißer Trauben wird seither komplett verzichtet.

Gemeinsam mit dem in Bolgheri produzierten Sassicaia gab der Tignanello zu Beginn der 1970er Jahre den Startschuss für die Revolutionierung des toskanischen und auch gesamtitalienischen Weinbaus. Da die Antinoris sich für die Produktion ihrer „Supertoskaner“ von allen Produktionsrichtlinien des Chianti Classicos lösen mussten – und müssen, wird der Tignanello Toscana noch heute bewusst als IGT- und nicht als Chianti DOCG-Wein klassifiziert.

 

Produziert wird der Tignanello Toscana IGT ausschließlich aus Trauben der 57 Hektar großen Einzellage Tignanello, die sich in Besitz des Weingutes Tanuta Tignanello der Familie Marchesi Antinori befindet. Der Weingarten liegt im Höhental Val di Pesa inmitten des Weinbaugebietes Chianti Classico DOCG. Hier wachsen die Trauben für den Tignanello in 320 bis 380 Meter Seehöhe auf kalkhaltigem Boden in Südwest-Lage. Der Wein duftet verführerisch nach Kirschen, Pflaumen, Kräutern, Tabak, Kakao und Zimt. Er präsentiert sich mit einer enormen Dichte, sortentypischer Säure, perfekt eingebundenen Tanninen und einem wunderbar langen Finale.

 

Das weltbekannte Weingut Tignanello

Das Weingut Tignanello liegt zwischen den Flüssen Greve und Pesa inmitten der Apellation Chianti Classico. Das prächtige Anwesen verkörpert aufs Schönste die Philosophie der Familie Antinori: die Tradition und die Moderne miteinander zu verbinden, um authentische, von ihrem Ursprungsterroir geprägte Weine zu kreieren. Mit den auf dem Gut produzierten Kultweinen Tignanello und Solaia gelingt dies seit nahezu 50 Jahren auf beeindruckende Art und Weise.

Die Geschichte der Tenuta Tignanello geht bis ins Jahr 1346 zurück. Nach wechselnden Eigentümern ist sie seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Besitz der Winzerfamilie Antinori. Die Weingärten der Tenuta Tignanello sind in kleine Parzellen unterteilt. Der 57 Hektar große Weingarten mit den Trauben für den Tignanello und die 20 Hektar mit den Solaia-Sorten sind die Juwelen des Anbaugebietes. In einem außergewöhnlich guten Mikroklima wachsen hier auf Sandsteinböden mit Auflagen von Kalk, Mergel und Ton und auf durch Kies und Sand geprägten Böden in ebenen Lagen immer wieder hervorragende Jahrgänge heran.

Seit den 1960er Jahren ist die Tenuta Tignanello gewissermaßen das "Laboratorium" für die experimentelle Arbeit der Familie Antinori. Bereits in den 1920ern experimentierte die berühmte Winzerdynastie hier mit den internationalen  Rebsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.  Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Anbauversuche aufgegeben, um in den 1960er Jahren fortgeführt zu werden. Die Experimente mit den klassischen Bordeaux-Sorten bildeten den Grundstein für die Entstehung der ersten Supertuscans zu Beginn der 1970er Jahre.

Die Antinoris wären nicht die Antinoris, wenn sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen würden. Um immer bessere Ergebnisse zu erzielen, arbeiten sie auf dem Weingut Tignanello unermüdlich an der Verbesserung ihrer Qualität. Dazu gehören die permanente Kultivierung der Böden und Rebstöcke, die Optimierung der Gärungsmethoden und das Experimentieren mit unterschiedlichen Temperaturen und Vinifizierungstechniken. Die selektive Lese der Rebsorten, das sorgfältige Entrappen des Lesegutes und ein biologischer Säureabbau beim Gärungsprozess im Barriquefass sind weitere Strategien, um qualitativ hochwertigste Weine zu erhalten.

Alle Weinbaupraktiken basieren dabei auf der jahrhundertelangen Erfahrung der Familie Antinori mit der Sangiovese-Traube. Denn diese kann in der Chianti-Region zwar ihren Charakter und ihre Persönlichkeit voll entfalten, neigt aber auch dazu, bei weniger perfekter Reifung leicht „nervöse“ Tannine zu entwickeln. Daher bemühen sich die Winzer auf der Tanuta Tignanello, ihre Reben bei der Reifung bestmöglich zu unterstützen. Zum Beispiel, indem sie zerriebene weiße Kalksteine unterhalb der Rebstöcke ausstreuen. Diese sollen die Sonnenstrahlen, die auf die Reben fallen, zusätzlich reflektieren und die Rebzeilen gleichzeitig vor Unkraut schützen. Auf diese Weise werden Trauben erzeugt, die einen ganz besonderen Wein hervorbringen: weich und rund in den Tanninen und dennoch mit der typischen Struktur und vollen Komplexität der Sangiovese-Traube.