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Was ist das Besondere am Wein?

Die Inhaltsstoffe des Weins

Bevor er wissenschaftlich in seine Bestandteile zerlegt wurde, war der Wein ein Gott.
Er nährte die Menschen. Er heilte sie. Er tröstete. Er versetzte sie in einen Rausch. Und wenn es guter Wein war, befriedigte er ihre Sinne aufs Angenehmste.

Viel von dem lässt sich auch heute noch von ihm sagen, vor allem was den Genuss angeht. Aber der weltlichen Intelligenz hat es nicht gefallen, dass der Rebensaft sein göttliche Aura behält. Sie hat ihn – in der Absicht, das Göttliche an ihm zu verstehen – bis in sein letzten Molekühle untersucht. Nichts Übernatürliches haben die Wissenschaftler dabei finden können, nur Bekanntes.

Ihr Resümee: Wein ist, Chemisch betrachtet Äthylalkohol, in einer wässrigen Lösung, bestehend aus Zucker, Säure, Estern, Laktaten. Nichts Besonderes also. Nur eines weiß auch heute noch niemand. Wie sich Hunderte von Düften und Aromen zu einem harmonischen Ganzen verbinden können. Es ist das Geheimnis eines jeden Weins. „Wer Genießen kann, trinkt keinen Wein mehr, sondern kostet Geheimnisse“ erkannte der spanische Maler Salvador Dali ganz richtig.

Ein durchgegorener Weißwein besteht in der Regel aus:

- 83 % Wasser
- 12 % Alkohol
- ca. 1 % Glyzerin
- 1 % Zucker (Fructose)
- 0,8 % Säure (Wein-, Apfel-., Bernstein-, Milch- und andere Säuren)
- 0,3 % Mineralien (Phosphat, Sulfat, Silikat, Natrium, Magnesium, Kalium, Kalzium. Eisen u. a.)
- 0,25 % Stickstoffverbindungen (Aminosäuren, Amine, Proteine)
- 0,03 % Kohlendioxyd
- 0,02 % Tannin (Gerbstoff)
- 0,001 % Bouquet- und Aromastoffe (Ester, höhere Aldehyde, Lactate)
- 0,001% Vitamine

Rotweine unterscheiden sich von Weißweinen vor allem durch den
höheren Tanningehalt (bis zu 0,3 %).