0 Flaschen | 0 Präsente
Italien ist ein altes Weinland. Aber die Geschichte des modernen italienischen Weins ist kurz.

Weinbauland Italien

Italien ist neben Frankreich das größte weinerzeugende Land der Welt (20 Prozent der Weltwein-Erzeugung). Reben wachsen vom Aostatal im Norden bis Sizilien im tiefen Süden. Rund 14 Prozent der Produktion bestehen aus Qualitätsweinen (D.O.C. und D.O.C.G.). Der große Rest sind Tafelweine. Was Italien heute von vielen anderen Weinbauländern unterscheidet, ist der hohe Anteil an eigenen einheimischen Rebsorten. Wein wird in Italien seit mindestens 3000 Jahren erzeugt. Der moderne Weinbau ist jedoch höchstens 30 Jahre alt.

Apulien
Feurige Rotweine (Castel del Monte, Salice Salentino, Brindisi Rosso) aus traditionellen Rebsorten, dazu einige erfrischende Roséweine und eine Vielzahl leichter, charmant-blumiger Weißweine.

Basilikata
Hervorragende Rotweine aus der Aglianico-Traube, die um den Monte Vulture wächst.

Friaul
Aus der Hügelzone längs der slowenischen Grenze kommen kräftige, körperreiche Weißweine (aus Pinot bianco, Pinot grigio, Chardonnay, Sauvignon, Tocai), aber auch einige überraschend gute Rotweine. Die besten werden aus einheimischen Reben wie Schioppettino, Pignolo, Tazzelenghe gewonnen.

Kampanien
Die besten, langlebigsten Rotweine kommen aus dem Dorf Taurasi und werden aus der Aglianico-Rebe gewonnen; dazu einige gehaltvolle, feine Weißweine aus der Gegend um Avellino (aus Fiano- und Greco-Trauben).

Marken
Der teils rustikale, teils feine weiße Verdicchio (Traube: Verdicchio) und der rote Rosso Cònero (Trauben: Sangiovese, Montepulciano) sind die bekanntesten Weine.

Piemont
Die roten Barolo und Barbaresco sind die berühmtesten Weine dieser Region (Traube: Nebbiolo). Sie kommen aus der Gegend um Alba. Auch aus Barbera-Trauben werden teilweise Spitzenqualitäten gewonnen. Gavi (Traube: Cortese) und Arneis sind die bekanntesten Weißweine. Die besten Winzer experimentieren auch mit Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Sauvignon.

Sizilien
Die größten Rotweine (Duca Enrico, Rosso del Conte) kommen überwiegend aus einheimischen Reben (z. B. Nero d'Avola, Perricone), dazu einige Spitzenweißweine aus Chardonnay, Sauvignon und Inzolia, hervorragende Süßweine von den Liparischen Inseln (Traube: Moscato) bzw. der Insel Pantelleria und einige große Marsala.

Südtirol
Viele duftige, fruchtbetonte Weißweine (aus Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon) sowie einige vorzügliche Rotweine aus Cabernet Sauvignon, Cabernet franc und Blauburgunder.

Toskana
Die Heimat des Chianti, des Carmignano, des Vino Nobile di Montepulciano und des Brunello di Montalcino (Traube: Sangiovese). Dazu kommen die viel zitierten Vini da tavola: Einzelweine mit besonderer Rebzusammensetzung oder mit neuen Ausbauformen. Beispiel: Sassicaia. Populärster Weißwein ist der Vernaccia di San Gimignano.

Trentino
Teilweise hervorragende Schaumweine, charaktervolle Weißweine aus Nosiola-Trauben, dazu der gute Rotwein Teroldego aus der gleichnamigen Traube.

Umbrien
Einige gute Rotweine wie Montefalco, Rosso Perugini und Torgiano Riserva (Traube: Sangiovese), außerdem der weiße Orvieto (Trauben: Grecchetto, Trebbiano).

Venetien
Heimat der Weißweine Soave, Lugana (Trauben: Garganega, Trebbiano) und des Prosecco (Traube: Prosecco) sowie des roten Valpolicella (Trauben: Corvina, Rondinella u. a.) bzw. des schweren Amarone-Rotweins. Aus Breganze kommen Spitzenrotweine aus Cabernet Sauvignon und Cabernet franc sowie edelsüße Spezialitäten.