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Erkennen Sie Weine schon an der Flasche. Die Flaschenform verrät vieles über den Inhalt und die Herkunft des Weines.

Flaschenkunde

Die Flasche dient zur Konservierung der leicht verderblichen Ware Wein. Insbesondere soll das Glas verhindern, dass der Wein mit Sauerstoff in Berührung kommt. In weniger luftdichten Behältnissen würde der Wein schnell oxydieren: das heißt müde werden, fade schmecken und am Ende umkippen. Aber die Flasche ist häufig auch das Markenzeichen eines Weins. Bestimmte Flaschenformen und Glasfarben sind nämlich typisch für Weine bestimmter Gebiete. Die Benutzung dieser Flaschenformen ist zwar nicht vorgeschrieben, aber sie symbolisieren Tradition, Herkunft und manchmal auch Echtheit.

Die Flasche ist mehr als nur ein funktionales Behältnis. Sie ist ein ästhetischer Gegenstand, dessen Form mit dem Inhalt korrespondieren sollte – zumindest in der Vorstellung der Weintrinker. Die Erzeuger in vielen Anbaugebieten haben sich deshalb für einen eigenen Flaschentyp entschieden. Er ist, obwohl nur selten vom Gesetz geschützt, zum Markenzeichen für ihr Gebiet geworden.
Eine Flasche, die erst in den 70er Jahren entwickelt wurde für die Weine aus Alba im Piemont: Barolo, Barbaresco, Barbera, Dolcetto, Roero. Die Form wurde einem alten Gefäß nachempfunden, das schon im 17. Jahrhundert zur Aufbewahrung der Weine dieser Region diente. Die Albeisa ist geschützt, aber die Benutzung der Flasche ist für die Winzer nicht vorgeschrieben.

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Frankreich   , €
Typisches Gefäß für den Wein Frankens (bzw. des Badischen Frankenlands), vorgeschrieben für alle aus dieser Region stammenden Qualitäts- und Prädikatsweine. Die Form geht zurück auf einen Erlass aus dem Jahr 1728, in welchem der Stadtrat von Würzburg die rundbauchige Flasche als Garantie für »Echtheit und volles Gefäß« vorschrieb. Die Bocksbeutelflasche wird aber auch in Portugal für den Vinho Verde verwendet.
Moderne Form der alten Bordeauxflasche mit breiten, hohen Schultern und zylindrischem Körper (die antike Bordeauxflasche verjüngte sich zum Fuße hin); gilt als Klassiker und wird heute für Rotweine aller Arten und Herkünfte verwendet, sowohl aus grünem wie braunem Glas, aus farblosem Glas für die Graves- und Sauternes-Weine.
 Wein-Tipp
Traditionelle Flaschenform, die schon im letzten Jahrhundert verwendet wurde: dickbauchige Form mit abfallenden Schultern, für Rot- und Weißweine gleichermaßen verwendet (aus braunem wie aus gelbgrünem Glas), heute weltweit verwendet für Pinot Noir bzw. Chardonnay-Weine.

 Wein-Tipp
Klassisches Gefäß für alle Schaumweine. Langer Hals, in dem sich die Hefe während der zweiten Gärung sammeln kann, und eingelassener Zapfen am Flaschenboden, damit eventuelles Depot unsichtbar bleibt. Meist aus dickem Glas, weil sie dem Kohlensäuredruck standhalten muss. Heute von Schaumweinherstellern in aller Welt benutzt.

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Frankreich   30,90 €
Schlanke, grüne Flasche, deren zylindrischer Körper sich zum Hals hin gleichmäßig verjüngt. Im Elsass fast von allen Winzern verwendet, aber auch in anderen französischen Regionen, in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet.


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Deutschland   , €
Folkloristische Flasche, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg für die Roséweine der Provence eingebürgert hat und schnell zum Markenzeichen der Weine dieser Region geworden ist. Heute ziehen viele Produzenten allerdings die klassische Bordeauxflasche vor.

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Gedrungene, rundschultrige Flasche mit geblähtem Hals, typisch auch für viele andere Likörweine der Welt, etwa den Sherry. Aus dunklem UV-resistentem Glas geblasen, damit der Wein vor Licht geschützt wird.


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Portugal   , €
Elegante, alte Flaschenform mit langem Hals, die schon um die Jahrhundertwende für Rhein- und Moselweine verwendet wurde (Rheinweine: braunes Glas, Moselweine: grünes Glas). Heute auch in anderen Anbaugebieten für Weißweine gebräuchlich.

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