Was der Weintrinker riecht, das schmeckt er auch....
Der Duft des Weines
Jean-Anthèlme Brillat-Savarin, Autor des berühmten Werks über die "Physiologie des Geschmacks", war zeitlebens überzeugt, dass "ohne die Mitwirkung des Geruchs keine vollständige Geschmacksempfindung zu Stande kommt".
Er hat recht gehabt: Was der Weintrinker riecht, das schmeckt er auch. Besser: Er glaubt es zu schmecken. Denn wie Akazienblüten oder Zigarrenkistenholz schmecken, weiß niemand, weil niemand so etwas in den Mund nimmt. Aber wie sie duften, wissen fast alle. Und wenn der Wein über die Zunge rollt, strömt der Duft über den Gaumen in die hinteren Nasengänge und ruft an den Schleimhäuten jene Sinnesempfindungen hervor, welche die Zunge wahrzunehmen glaubt.
Was der Duft sagt
Das Bouquet ist der raffinierteste Bestandteil des Weins. Nie kann das Aroma eine solche Komplexität erreichen wie der Duft. An ihm lässt sich erkennen, ob der Wein frisch oder müde ist, brandig (alkoholisch) oder mager, harmonisch oder gespalten. Wenn das Bouquet gestört ist, ist der Wein auch auf der Zunge selten in Ordnung.
Die Veränderung des Bouquets
Der Duft jedes Weins hat eine bestimmte Grundcharakteristik. Sie hängt von Boden, Rebsorte und Rebsortenverschnitt ab. Allerdings verändert sich der Duft mit zunehmendem Alter der Weine. Die charakteristischen Düfte sind in ihnen nicht mehr so reintönig erhalten wie in ihrer Jugend.
Wie wichtig der Duft des Weines ist
Ein Wein kann noch so angenehm duften - die meisten Menschen empfinden die größte Befriedigung erst dann, wenn sie ihn auf der Zunge schmecken oder fühlen, wie er samtig durch den Hals läuft. Den größten Genuss hat jedoch immer, wer beides genießen kann: erst den Geruch in sich aufsaugt und dann erlebt, wie sich der Duft in Aroma verwandelt und das Aroma neue Dufteindrücke hervorruft.
Die Beschreibung des Duftes mündet oft in bizarren Ausdrücken. Von "erdig", "ranzig" oder "stahlig" ist die Rede, von "gerösteten Kaffeebohnen", "Sattelleder" oder "Apotheke". Alte Rotweine verströmen oft den Duft von "getrockneten Pilzen" oder von "Portwein", alte Weißweine weisen manchmal einen "Petrolduft" auf.
Dichtung und Wahrheit.
Oft wird bei der Beschreibung des Duftes die Grenze zwischen Dichtung und Wahrheit überschritten. Doch das ist unvermeidlich. Schließlich handelt es sich um Assoziationen. Nicht alle Assoziationen rufen angenehme Vorstellungen hervor. Aber da sich das Bouquet eines Weins immer aus einer Vielzahl von einzelnen Düften zusammensetzt, sind unter ihnen auch solche, die von vielen Menschen als negativ empfunden werden. Deswegen kann das Bouquet insgesamt durchaus delikat sein.
Er hat recht gehabt: Was der Weintrinker riecht, das schmeckt er auch. Besser: Er glaubt es zu schmecken. Denn wie Akazienblüten oder Zigarrenkistenholz schmecken, weiß niemand, weil niemand so etwas in den Mund nimmt. Aber wie sie duften, wissen fast alle. Und wenn der Wein über die Zunge rollt, strömt der Duft über den Gaumen in die hinteren Nasengänge und ruft an den Schleimhäuten jene Sinnesempfindungen hervor, welche die Zunge wahrzunehmen glaubt.
Was der Duft sagt
Das Bouquet ist der raffinierteste Bestandteil des Weins. Nie kann das Aroma eine solche Komplexität erreichen wie der Duft. An ihm lässt sich erkennen, ob der Wein frisch oder müde ist, brandig (alkoholisch) oder mager, harmonisch oder gespalten. Wenn das Bouquet gestört ist, ist der Wein auch auf der Zunge selten in Ordnung.
Die Veränderung des Bouquets
Der Duft jedes Weins hat eine bestimmte Grundcharakteristik. Sie hängt von Boden, Rebsorte und Rebsortenverschnitt ab. Allerdings verändert sich der Duft mit zunehmendem Alter der Weine. Die charakteristischen Düfte sind in ihnen nicht mehr so reintönig erhalten wie in ihrer Jugend.
Wie wichtig der Duft des Weines ist
Ein Wein kann noch so angenehm duften - die meisten Menschen empfinden die größte Befriedigung erst dann, wenn sie ihn auf der Zunge schmecken oder fühlen, wie er samtig durch den Hals läuft. Den größten Genuss hat jedoch immer, wer beides genießen kann: erst den Geruch in sich aufsaugt und dann erlebt, wie sich der Duft in Aroma verwandelt und das Aroma neue Dufteindrücke hervorruft.
Die Beschreibung des Duftes mündet oft in bizarren Ausdrücken. Von "erdig", "ranzig" oder "stahlig" ist die Rede, von "gerösteten Kaffeebohnen", "Sattelleder" oder "Apotheke". Alte Rotweine verströmen oft den Duft von "getrockneten Pilzen" oder von "Portwein", alte Weißweine weisen manchmal einen "Petrolduft" auf.
Dichtung und Wahrheit.
Oft wird bei der Beschreibung des Duftes die Grenze zwischen Dichtung und Wahrheit überschritten. Doch das ist unvermeidlich. Schließlich handelt es sich um Assoziationen. Nicht alle Assoziationen rufen angenehme Vorstellungen hervor. Aber da sich das Bouquet eines Weins immer aus einer Vielzahl von einzelnen Düften zusammensetzt, sind unter ihnen auch solche, die von vielen Menschen als negativ empfunden werden. Deswegen kann das Bouquet insgesamt durchaus delikat sein.








