Wegweiser Schaumwein

Schaumweine gehören zu den beliebtesten Aperitifs, auf Empfängen sind sie obligatorisch und auf Festen besser als Rot- und Weißweine zusammen. Sie begleiten als Champagner die feierlichsten Momente – von der Schiffstaufe bis zur Royal Wedding – oder sind als Prosecco die perfekte Einstimmung auf ein Abendessen beim Lieblings-Italiener.

Die Welt der Schaumweine wirkt allerdings sehr unübersichtlich, da Bezeichnungen aus verschiedenen Kategorien die Etiketten zieren: Champagne, Crémant, Prosecco, Frizzante, Cava, Sekt und werweißwasnochalles. Der folgende Artikel bietet einen kurzen Überblick über die verschiedenen Schaumweintypen.

Die Konfusion um die verschiedenen Begriffe im Feld lässt sich entwirren, wenn man Folgendes unterscheidet:

  • Kategorien des Europäischen Weinrechts, die am Kohlensäuredruck festgemacht werden: Perlwein (bzw. Frizzante oder Pétillant) und Schaumwein wie Spumante, Crémant oder Sekt
  • Herstellungsverfahren (Flaschengärung, Charmat- und Transvasierverfahren)
  • geschützte Herkunftsangaben (die oft an bestimmte Herstellungsverfahren geknüpft sind) wie zum Beispiel Prosecco DOC oder Champagne AOC
  • die Angaben zum Geschmack (genauer zur Süße)
  • den Jahrgang

Frizzante vs. Spumante

Einen ersten Zugang bietet die Unterscheidung des Europäischen Weinrechts in Perlwein und Schaumwein. Alle prickelnden Weine gehören in eine der beiden Kategorien. Kriterium für die Unterscheidung ist der Kohlensäure-Druck auf der Flasche bei 20°C: Der beträgt für Perlwein mindestens 1 – 2,5 Bar, für Schaumwein wenigstens 3,5 Bar. Cava, Sekt, Crémant und Champagner fallen damit unter die Bezeichnung Schaumwein.

Es wird weiter unterschieden in Schaumwein mit zugesetzter Kohlensäure und Qualitätsschaumwein. Letzterer kann auch aus einem bestimmten Anbaugebiet (einer geschützten Herkunft) stammen und wird dann als Qualitätsschaumwein b. A. ausgewiesen (bzw. AOC, DOC oder DO usw.)

Die meisten Weine aus der Prosecco-Region kommen als Frizzante, als leicht perlende Weine auf den Markt. Sie können aber auch als Spumante (also als Schaumwein) abgefüllt werden.

Die Herstellung von Schaumweinen

Schaumweine werden weiter nach dem Ursprung der Kohlensäure und verschiedenen Herstellungsmethoden unterschieden. Erstere kann bei ,,Perl- und Schaumweinen mit zugesetzter Kohlensäure hinzugefügt werden (muss aber durch alkoholische Gärung entstanden sein). Für die Kategorie Qualitätsperlwein und Qualitätsschaumwein muss gäreigene Kohlensäure enthalten sein. Diese kann während der (ersten) Gärung entstanden sein (Méthode Ancestrale) oder entsteht während einer zweiten Gärung (Méthode Traditionelle, Méthode Charmat oder Transvasierverfahren).

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