maja-petric-8287

Schon seit Tausenden von Jahren kultivieren Menschen Weinreben, um aus den vergorenen Früchten Wein zu erzeugen. Der erste nachweisbare Weinbau wurde auf das 6te Jahrtausend vor Christus datiert. Länder wie Georgien und das heutige Armenien gelten als die Ursprungsländer des klassischen Weines. Schon kurz nach der Entdeckung erfuhr der Wein eine erhebliche Beachtung. Das Kultivieren der Weinreben und der Beruf des Winzers verbreiteten sich rasend schnell in ganz Europa und Asien.

sven-wilhelm

Seit dem Altertum erfüllt der Wein also wichtige Rollen in der Landwirtschaft, in der Medizin und vor allem im sozialen Leben. Wo Menschen zusammen kommen um gemütlich zu erzählen, steht häufig auch eine Flasche Wein mit auf dem Tisch. Er ist ein beliebtes Geschenk, Zentrum von Unternehmungen und Reisen. Der Mensch und seine Liebe zum Wein bringen dabei immer wieder neue Entwicklungen hervor, die auch knapp 1500 Jahre nach Beginn der Weinbaugeschichte noch neu sind und Faszination ausüben.

Die Weinkultur

Sein großer Erfolg und sein unveränderter Bestand über die Jahrhunderte hat aus dem Wein ein großes Stück Kultur werden lassen. Viele Veranstaltungen und Feste finden ausschließlich zu Ehren der Weinkultur statt. Dazu gehören auch die vielen Weinfeste, die Jahr für Jahr in der Ernte- und Kelterzeit stattfinden. Das größte Weinfest der Welt ist der Dürkheimer Wurstmarkt, auch wenn der Name auf etwas anderes schließen lässt. Es handelt sich tatsächlich um eines der ältesten Weinfeste, das jährlich bis zu 600.000 Besucher anzieht.

Ein weiteres Zeichen der Weinkultur sind die vielen Vereine und Bruderschaften. Diese haben sich vor allem in Weinregionen gebildet und blicken zum Teil auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück. Ein großer Teil dieser Bruderschaften hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Reinheit des Weines zu bewahren. Ihren Taten ist es größtenteils zu verdanken, dass der Wein heute nach festen Vorgaben herzustellen ist. Nur wenn der gegorene und gekelterte Traubensaft die strengen Richtlinien erfüllt, darf das Ergebnis den Namen Wein tragen. Einen Überblick über deutsche Güteklassen findet sich hier. Wein verfügt dabei über ein hohes Ansehen in der Gesellschaft. Besondere Erzeugnisse bester Qualität erzielt auf dem Markt hohe Preise, manche seltene Flasche Wein fand schon für Tausende vom Euro einen neuen Besitzer. Damit hat der Wein doch ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen weit verbreiteten Getränken wie Bier, Likör oder Schnaps.

Wein als Teil der Gesellschaft

Und ebenso ist er ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Was so tragend klingt, kennt eigentlich doch jeder aus seinem Umfeld: Wo Menschen zusammen kommen um gemütlich beieinander zu sitzen, steht nicht selten eine Flasche Wein auf dem Tisch. Das Getränk ist gemütlich und macht redselig. „Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken“, das wusste schon Goethe. Die Kultur, die sich um das Getränk gebildet hat, ist einzigartig. Das zeigt: Wein hat eine besondere Stellung in der Gesellschaft.

john-canelisAls Speisenbegleitung profitiert er von seiner Vielfalt, als landwirtschaftliches Erzeugnis steht ein Handwerk dahinter, das in seiner Bodenständigkeit doch faszinierend ist. Eine Flasche Wein erfordert viel Arbeit und wird entsprechend auch geschätzt. Auch verliert Wein praktisch nie an Aktualität: Es gibt immer wieder neue Entwicklungen, die dem Getränk und dem Weinbau Aufwind verleihen. Neue Regionen und Nationalitäten rücken in den Fokus, so wie aktuell die deutschen Jungwinzer, die es beispielsweise mit spritzigen Rieslingen schaffen, internationale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Oder aber alte aufwändige Herstellungsmethoden erlangen neue Aufmerksamkeit, wie das Apassimento, wobei süße Weine wie Amarone oder Passito entstehen, die lange nicht auf den Zetteln der Kritiker standen.

Dadurch erschöpfen sich auch Gespräche über Wein praktisch nie. Kenner können stundenlang zusammensitzen und sich über ihre liebsten Weingüter, Sorten und Jahrgänge unterhalten. Auch der Geschenkeaspekt spielt hier mit hinein: Eine gute Flasche Wein ist immer ein tolles Mitbringsel, je nach Qualität kann es auch ein hochwertiges Geschenk abgeben. Jeder, der das zu schätzen weiß, freut sich auch immer über praktische Arten, Wein zu erleben. Mit mydays werden zum Beispiel Verkostungen von Wein & Käse oder Wein & Schokolade zum schönen Erlebnis, das die Sinne bereichert und neue Erfahrungen beschert. Mini-Kreuzfahrten mit Weinverkostungen oder ein Traumtag für 2, bei dem Wein eine zentrale Rolle spielt, sind im Programm. Das ermöglicht auch Einsteigern in lockerer Atmosphäre eine Weinverkostung zu erleben und ihren Erfahrungsschatz ungezwungen erweitern.

So ist es beispielsweise ein Anliegen vieler Neulinge, ihren Kenntnisschatz der Speisebegleitung schon früh auszuweiten. Auf den rudimentären Grundkenntnissen „Rot zu dunklem, Weiß zu hellem“ aufzubauen macht dabei ganz besonders Sinn, da vor allem in der Kombination von Essen und Trinken sich eine neue Welt eröffnet, in der immer wieder neu gemischt und überdacht wird. Fisch und Rotwein, das geht nämlich doch. Und der lang geschmähte Rosé, erlebt jetzt sein Revival, auch als beliebter Essensbegleiter.

Faszination Wein

Auch wenn heute größtenteils die Maschinen die alten Keltern ersetzt haben und die Technik in den meisten Arbeitsschritten die Oberhand gewonnen hat, hängt die Qualität des Weins noch immer vom Können und der Erfahrung des Winzers ab. Er bestimmt welche Rebsorte er nutzt, bestimmt die Hanglage an der er angepflanzt wird und den Zeitpunkt der Ernte. Von seinem Geschick hängt es ab, ob eine Ernte zu einem preisgekrönten Edel-Wein wird oder als einfacher Wein im Supermarkt landet. Die Rückbesinnung auf das Handwerk kommt dem Weinbau sehr entgegen. So ist auch künftig damit zu rechnen, dass immer wieder neue Entdeckungen gemacht, neue Kombination gewählt und so immer wieder neue Entwicklungen entstehen, die Weinwelt faszinierend bleiben lassen – für Genießer sicherlich eine positive Aussicht und ein weiterer Beweis dafür, dass die Geschichte von Mensch und Wein vor allem eine Liebesgeschichte ist.

Bild 1: unsplash.com ©Maja Petric
Bild 2: unsplash.com ©Sven Wilhelm
Bild 3: unsplash.com ©John Canelis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*