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Rioja

Der berühmte spanische Wein hat als erster und bisher einziger im Jahre 1991 die höchste spanische Qualitätsstufe DOCa erhalten. Rioja gilt als der spanische Wein schlechthin und ist das Aushängeschild des Landes. Er wird auch als der Bordeaux oder der Burgunder Spaniens bezeichnet. Nach der Reblausinvasion Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten nämlich viele französische Winzer in diese Gegend aus und gaben dem Weinbau damit auch französische Impulse. Der Name der Region und des Weines leitet sich vom Fluß Oja ab (Rio Oja). Die über 100 km lange und rund 45.000 ha große Region liegt an beiden Flußufern des Ebro sowie an den Hängen der angrenzenden Hügel. Es herrscht ein mildes Klima mit kurzem Sommer und schönem Herbst vor. Die Region wird in drei Unterzonen gegliedert, deren Weine unterschiedliche Charakteristika aufweisen.

Rioja Alavesa: Das etwa 7.000 ha große Gebiet liegt nördlich des Ebro-Flusses. Hier überwiegen leichte, fruchtige und würzige Rotweine, die nicht so lange lagerfähig sind als jene aus Rioja Alta.

Rioja Alta: Das 17.000 ha große Gebiet mit der Stadt Haro als Weinzentrum liegt südlich vom Ebro und westlich von Logrono. Die dominierende Rebsorte ist die rote Tempranillo. Hier werden die besten und finessenreichsten Riojas produziert, die Weine sind säure- und gerbstoffreich.

Rioja Baja: Das mit über 20.000 ha größte Gebiet östlich von Logrono ist die wärmste und trockenste Zone. Die dominierende Rebsorte ist die rote Garnacha. Hier gibt es extraktreiche, alkoholreiche Rotweine mit bis zu 15% vol Alkohol-Gehalt. Die Weine gelten als nicht so edel und fein als die der anderen Gebiete.

Rund 75% des Rioja wird als Rotwein, 15% als Rosé und 10% als Weißwein produziert. Der rote Rioja wird zu 80% aus Tempranillo (auf deutsch ”Der Frühe”), aus Grenache (hier heißt sie Garnacha) sowie kleinen Anteilen von Graciano, Mazuelo und seit neuestem auch Cabernet Sauvignon und Merlot gekeltert. Die meisten Rotweine sind Verschnitte aus verschiedenen Rioja-Gebieten. Die weiße Variante erreicht nicht die Qualität des roten Rioja und wird aus der Macabeo (in Spanien Viura) mit Anteilen von Malvasia Riojana und Garnacha Blanca gekeltert. Der grünlich-gelbe Wein wird zumeist trocken hergestellt, süße Varianten sind selten. Der Rosé wird in trockenen, halbsüßen und süßen Varianten angeboten. Früher war es üblich, die Rioja-Flaschen mit einem goldfarbenen Drahtgeflecht zu umwickeln, dem Alambrado, heute wird das nur mehr teilweise praktiziert.

Vorwiegend werden auch heute noch die Rioja-Weine traditionell bereitet, nämlich durch eine lange Fasslagerung in 225-Literfässern aus amerikanischer Eiche. Dies ergibt eine fast bräunliche Farbe und die für den Rioja typischen zartwürzigen Vanille-, Gewürz- und Zitronen-Noten mit weich anmutenden Gerbstoffen. Neuerdings wird eine kürzere Fasslagerung und anschließende Flaschenreifung forciert. Diese Weine sind meist schon jung gut genießbar. Nach festgelegten Regeln kann der Rioja als Clarete (leichter Körper, geringer Alkohol-Gehalt von 10% bis 11,5%) oder als Tinto (dunkel, körperreich, alkoholstark bis 15% vol) ausgebaut sein.

* Vino de Crianza: mind. 2 Jahre, davon 1 Jahr in Barriques
* Reserva: mind. 3 Jahre, davon 1 Jahr in Barriques
* Gran Riserva: mind. 5 Jahre, davon 2 in Barriques und 3 in Flaschen

 
 
2006
pro Flasche
9,90 €
€ / Liter 13,20
Empfehlung
2005
pro Flasche
12,50 €
€ / Liter 16,67
Empfehlung
2007
pro Flasche
8,90 €
€ / Liter 11,87
Top-Jahrgang 2007