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Chianti

Der Name dieses wohl berühmtesten und bekanntesten italienischen DOCG-Rotweines stammt von der Hügellandschaft zwischen Florenz und Siena in der Region Toskana. Das Großherzogtum Toskane unter Cosima II. definierte bereits im Jahre 1716 die wahrscheinlich ersten Grenzen für Weinbaubereiche in Europa, darunter war der heutige Chianti-Classico-Bereich (heute nur ein Teilbereich innerhalb der Chianti-Zone). Im 19. Jahrhundert legte der legendäre Baron Ricasoli die strengen Regeln für die Herstellung eines Chianti fest, die aber nur mehr teilweise gültig sind. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Chianti dann zu einem Massenwein, der auch in großen Mengen exportiert wurde. Er wurde prinzipiell in die ”Fiasco”, die typischen mit Bast umwickelten Flaschen abgefüllt und galt nicht mehr als ein ordentlicher Tischwein. Die DOC-Klassifizierung im Jahre 1967 führte zu tiefgreifenden Änderungen und zu einer Qualitätssteigerung. 1984 erhielt der Chianti den DOCG-Status.

Zu diesem sehr große Bereich zählen Rebflächen in den Provinzen Arezzo, Florenz, Pisa, Pistoia und Siena mit rund 7.000 Produzenten in über 100 Gemeinden. Darüber hinaus gibt es noch eine engere Ursprungs-Bezeichnung mit den 7 Unterzonen Colli Aretini, Colli Fiorentini, Colline Pisane, Colli Senesi, Montalbano, Montespertoli (seit 1997), Rufina und der spezielle Bereich Chianti-Classico. Die Weine aus diesen 7 Unterzonen haben spezifischere Regeln und tragen im Namen die Unterzone (zum Beispiel Chianti Rufino, Chianti Colli Senesi und Chianti Colli Fiorentini, die als die drei besten gelten). Alle anderen aus dem großen Bereich werden einfach als Chianti bezeichnet. Sie alle werden mit einer Sammelbezeichnung auch als “Chianti putto” bezeichnet. Dies leitet sich vom Markenzeichen ab, einer Goldenen Putte (im Gegensatz zum Chianti-Classico mit dem Markenzeichen des “Gallo nero”, eines schwarzen Hahnes). Die besten Chianti putto stehen dem Chianti-Classico nicht nach.

Die Herstellungsregeln für den DOCG-Chianti sind genau definiert, haben aber in den letzten Jahrzehnten einige Änderungen erfahren. Nach dem klassischen Ricasoli-Rezept von wurde er früher aus den zwei roten Rebsorten Sangiovese (75 – 90%), Canaiolo Nero (5 – 10%) und den zwei weißen Sorten Trebbiano Toscano und Malvasia del Chianti (5 – 10%) produziert. 1998 gab es Änderungen in den Regeln, die Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot sind nun offiziell zugelassen. Ein Chianti hat einen intensiven, vollmundigen, leicht tanninhaltigen und und weinigen Geschmack mit einem ausgeprägten Mandel-Bouquet. Der Mindest-Alkohol-Gehalt beträgt 11,5% vol, es sund 6 Monate Fasslagerung vorgegeben. Der Riserva hat 12,5% vol. Alkohol-Gehalt und muß drei Jahre im Fass lagern. Wenn die Technik Governo angewendet wird, so muß bei diesem Wein auf dem Etikett “Governo all´uso del Chianti” aufscheinen und innerhalb eines Jahres verkauft werden.

 
 
2010
pro Flasche
6,20 €
€ / Liter 8,27
Empfehlung
2006
pro Flasche
13,90 €
€ / Liter 18,53
Empfehlung
2007
pro Flasche
17,90 €
€ / Liter 23,87
Empfehlung