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Carignan
Die rote Rebsorte ist mit 238.000 ha Rebfläche die fünftmeist angebaute der Welt. Sie stammt aus der spanischen Region Aragón, von wo aus sie sich ab dem 12. Jahrhundert verbreitete. Der Name leitet sich von der spanischen Stadt Carinena ab. Sie ist auch unter den Synonymen Carignane (USA), Carignan Noir, Garignano (Italien), Carinena, Mazuela und Mazuelo (letzteren drei in Spanien) bekannt. Es gibt auch eine weiße Mutation namens Carignan Blanc.
In Frankreich ist sie mit 18% Anteil die meistangebaute Rebsorte, vor allem im Gebiet Languedoc-Roussillon, wo sie die Hälfte der Rebfläche ausmacht. Zumeist wird sie dort mit Cinsault und Grenache verschnitten. In Spanien/Katalonien ist sie geringer Bestandteil des Rioja. In Südamerika wird sie in größeren Mengen in Mexiko, Argentinien, Chile und Uruguay kultiviert.
Die spätreifende Rebsorte ist extrem anfällig für Echten und Falschen Mehltau. Sie ergibt einen tiefdunklen, säure- und tanninreichen Wein ohne besonderes Aroma. Nur alte Rebstöcke erbringen einen charaktervollen Wein. Der Vorteil liegt ganz einfach im großen Ertrag.












