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Weißweinpioniere im Chianti-Gebiet
Der bekannteste Weißwein der Toskana ist der Vernaccia di San Gimignano, eine leichte, spritzige Erfrischung. Der Wein hat eine lange Geschichte: Der Weinbau wird hier seit etruskischer Antike betrieben, die früheste urkundliche Erwähnung der Sorte Vernaccia stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Als 1966 in Italien das italienische Weingesetzt neu gestaltet wurde, wurde Vernaccia die San Gimignano der erste DOC anerkannt. Vernaccia wird gerne zu Mittelmeerfisch und italienischer Sommerküche getrunken, wurde aber selten als Spezialität honoriert. Neun Jahre nach der Gründung der DOC traten zwei Winzer auf die Bildfläche, die dies ändern sollten!

Enrico Teruzzi und Carmen Puthod waren mit die Ersten, die sich seit der Gründung dieses Guts 1975 ernsthaft um Vernaccia di San Gimignano bemühten. Zu ihrem vorbildlichen Vernaccia gesellt sich die in Holz ausgebaute Riserva Terre di Tufi.", schreibt Hugh Johnson in der 17. Auflage seines Standardwerks "Der Große Johnson über Teruzzi e Puthod".

Bis dato hatte noch niemand versucht, Vernaccia in Holz auszubauen. Und bis dahin hatte noch niemand so gezielt wie die beiden mit gekühlter Vergärung gearbeitet und die Weine so besonders aromatisch und frisch ausgebaut. Seit 2005 gehört das Weingut zur Campari Gruppe, die nicht nur den berühmten Aperitif, sondern auch einige Spitzenweingüter Italiens im Portfolio hat.